
Sommer war im Mittelalter besser
Brunnenfest
findet aber in der Gegenwart statt
Amberg. (kan) Waren die Sommer im Mittelalter
besser? „Wärmer, als wir sie haben, auf jeden Fall“, weiß Jörg Pickelmann von
Cantus-Ferrum. Der Vorsitzende des Vereins für erlebte Geschichte verweist auf
Experten, die dies herausgefunden haben. Als er am Sonntagvormittag darüber
redet, regnet es in Strömen. „Das ärgert uns sehr“, blickt Pickelmann auf die
dicken Wolken. Um gleich darauf nicht mehr so
düster schauend festzustellen: „Im Großen und Ganzen haben wir doch Glück
gehabt.“
Wir – das sind die Veranstalter, Teilnehmer und
vielen tausend Besucher des sechsten Brunnenfestes auf dem Maxplatz vor dem
Vilstor, wo sich am Wochenende wieder alte Zunftmeister, Gaukler, Feuerspucker,
Schaukämpfer, Marionettenspielern und Musiker ein Stelldichein gaben.
Mittelalterliche Marktstände, Rittergruppen mit ihren Zelten und fahrendes Volk
rundeten das Bild ab.
Selbst wenn der Sonntag zeitweise nass ausfiel –
mit dem Freitag und dem Samstag war Pickelmann sehr zufrieden. Er freute sich
aber nicht nur über das „tolle Wetter“ an den zwei Tagen, sondern auch darüber,
„dass tatsächlich Amberger Bürger in Gewandung auf ihrem Brunnenfest waren“. Sie
hatten die Kleider, die sie trugen, entweder selbst genäht oder ausgeliehen.
Pickelmann fand diese Leute einfach super: „Wir haben sie dann auch gleich beim
Festzug mitlaufen lassen.“
Bildergalerie im Internet:
www.oberpfalznetz.de/brunnenfest2011

Sulzbach-Rosenberg Von (rlö) | 28.06.2011 | Netzcode: 2863298
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Ohne Mikrowelle zu leckerer Speis'
"Küchenmaisterey" als Themenschwerpunkt beim "Mittelalter-Spectaculum"
des Stiber-Fähnleins
Sulzbach-Rosenberg. (rlö) Jetzt wissen wir es aber: Das
Mittelalter war beileibe nicht nur Hauen und Stechen, Pestilenz und Mordio,
sondern auch fröhliches Schmausen, Schmatzen und Zechen! Ach, waren das diesmal
nahrhafte Stunden beim "Mittelalter-Spectaculum" zum 35. Altstadtfest. Darauf
ein Prosit und "Süße Zeit"!
Mit ihrem Themenschwerpunkt "Küchenmaisterey - die Esskultur der Ritter, Bürger
und Bauersleut" präsentierte die Historische Gruppe "Stiber-Fähnlein" beim
Altstadtfest auf der Schanz heuer diese ungemein sympathische Seite eines
angeblich so finsteren Zeitalters und landete damit einen Volltreffer. Die
Gäste, die in hellen Scharen anrückten, waren restlos begeistert.
In einem Küchenzelt kochten Stiber-Frauen und Mannsbilder auf,
was das Zeug hielt. Die "Probierküche" offerierte beispielsweise "Hühner in
salse von zymmedt" (Huhn in zimtwürziger Soße), Mus von roten Rosen oder "Ayr in
gele salse" (Eier in gelber Soße). Und das geneigte Publikum ließ sich auch
nicht lange bitten, gratis eine Kostprobe zu nehmen. Dazu würziges Kranzbrot
nach Art der Tegernseer Mönche, das der Fischer-Bäck stangenweise produzierte.
Archaisch anmutende Küchen-Gerätschaften und ein auf einem
Räderkarren aufgebauter transportabler Lehmbackofen (aus der "Werkstatt
Faltenbacher") ließen beim Betrachter erahnen, dass Kochkunst im Mittelalter
noch viel mit Schwerstarbeit zu tun hatte. Umso erstaunlicher, was da ganz ohne
Mikrowelle und Induktionskochfeld an "Herrenspeis" und "Bauernschmaus" gezaubert
werden konnte
Eintopf und Sau
Ungebrochen war auch wieder die Nachfrage nach dem Stiber-Eintopf aus dem Kessel
überm offenen Feuer oder der Sau am Spieß. Die große Mittelalter-Tafel am
Samstagabend freilich ließ Stadthauptmann und Landrichter Albrecht Stiber nur
für geladene Gäste anrichten.
Ihre kulinarischen Schmankerln in drei opulenten Gängen waren wie alle Jahre das
wohlschmeckende Dankeschön an alle historischen Gastvereine, die mit ihren
diversen, Beiträgen und Aktivitäten das pittoreske "Erlebnis Mittelalter" vor
der einmaligen Kulisse an der Schanz und im Stadtgraben erst komplett machten.
Schon am Fronleichnams-Nachmittag hatten die befreundeten Ritter, Landsknechte
und Kroaten aus dem Nordgau, dem Bairischen und dem Fränkischen mit Mann und
Maus, Tross und Wagen, Waffen und Gezelt vor der Stadtmauer und im Wallgraben
die Zeit im Nu 500 bis 800 Jahre zurückgekurbelt.
Da dampfte der urtümliche Braukessel, da glühten die Kohlen in den Essen, und
das Hämmern der Schmiede vermischte sich mit Waffengeklirr, Mittelalter-Musik,
Tänzen und fröhlichem Festlärmen zu einer Klangkulisse wie aus einer anderen
Welt
Seit Jahren unverzichtbarer Bestandteil des "Spectaculums" und
auch diesmal wieder ein Magnet: Die alten Handwerkskünste, die abendliche
Feuer-Schau mit orientalischen Tänzen, das sinnenfrohe Treiben im Badehaus mit
Weinschänke, die Zauberkünste der "Hexe Esmeralda" und die zauberhafte Welt der
Märchenerzählerin Tanja.
Auf dem musikalischen Sektor war die Band "De Profundis" an drei Tagen für die
Veranstalter eine sichere Bank: Die vier Jünglinge, gestärkt durch süffigen Met,
donnerten mit Dudelsack und Schlagwerk ihre mittelalterlichen Weisen wie Thors
Hammer in die Menge, dass es eine Pracht war.
Pracht kann auch als Stichwort gelten für die alljährliche nächtliche
Feuer-Schau, die dem Mittelalter-Spectaculum wieder die lodernde Krone
aufsetzte. Ein Heer dienstbarer Stiber-Geister sorgte sich über das ganze Fest
vorbildlich um das Wohl der Gäste aus allen Altersschichten. Kein Wunder, dass
die Schar der Stammgäste von Jahr zu Jahr anwächst. Frei nach dem Motto: Wou d'
Stiber san, dou samma dabei!

24.06.2011 | Netzcode: 2857772
Allerlei "Kurzweyl"
Mittelalter-Leben mit dem Stiber-Fähnlein auf der Schanz
Sulzbach-Rosenberg. (mpi) Freunde des Mittelalter-Lebens
kommen an diesem Wochenende auf der Schanz wieder voll auf ihre Kosten. Die
Historische Gruppe Stiber-Fähnlein erwartet die Besucher an der historischen
Stadtmauer. Nach der Eröffnung laden die Mitglieder zum mittelalterlichen
Markttreiben im historischen Lager ein. Ab 19 Uhr wird die Badestube eröffnet,
im Märchenzelt gibt es ab 20 Uhr Erzählungen von "Lust, Liebe und Leidenschaft".
Die Gruppe "De Profundis" unterhält an allen drei Abenden mit mittelalterlicher
Musik.
Am Samstag können die Besucher ab 10 Uhr einen Blick in das
Lagerleben werfen. Ab 14 Uhr zeigen zahlreiche Handwerker beim mittelalterlichen
Markttreiben ihr Können. Im Märchenzelt bietet Tanja Weiß "Kulinarisches für die
Seele", historische Tänze der Gruppe "Laetissime Saltemus" laden zum Mitmachen
ein. Um 16 Uhr steht der Landsknechtsdrill auf dem Programm, bevor um 18 Uhr
alle beteiligten Gruppen an der Mittelaltertafel zum Abendessen zusammen kommen.
Gemeinsam mit der orientalischen Tanzgruppe "Na'ilah" und dem
alljährlichen "Großen Feuerspectaculum" endet der Samstag. Ein mittelalterliches
Fußballspiel der Knappen (Bruchenball) erfreut die Gäste am Sonntag ab 11 Uhr.
Mittelalterliche Gewandungen präsentiert eine Modenschau ab 14 Uhr,
Märchenstunden und Musik runden das Programm ab. Als Motto dieses Jahres wählten
die Stiberer "Küchenmaisterey" - neben all den optischen Attraktionen sorgen
also auch mittelalterliche Gerichte für das richtige Flair und für volle Mägen

Buntes Treiben im ganzen Ort
Historisches Festwochenende lockt Massen an
Lintach. (san) In eine mittelalterliche Festung hat sich
Lintach verwandelt. Die Invasoren aus nah und fern, allesamt friedlich und
gespannt darauf, was zur 1000-Jahr-Feier in der Ortschaft am Wochenende so
geboten war, waren gerne gesehen.
Mittelalterliche Klänge wiesen den Besuchern den Weg zur
Wiese, auf der historische Gruppen ein kleines mittelalterliches Lager errichtet
hatten. Während die Erwachsenen entlang der Stände bummelten, begeisterten sich
die Kinder dafür, mit Pfeil und Bogen auf aufgeschlichtete Strohballen zu
zielen. Handwerker zeigten ihre Kunst, Zimmerer führten den Zimmererklatsch vor.
Das Motto "Wiä fräia" hatten die Lintacher vortrefflich umgesetzt, die Gäste
begaben sich auf Zeitreise in längst vergangene Tage. Historische Tänze waren
ebenso zu sehen wie Korbflechten oder Kränzebinden. Bauchtänzerinnen zogen die
Blicke auf sich, für Kälbchen und eine Schaf-Familie im Streichelzoo-Gehege
begeisterten sich vor allem die Kinder. Mit stoischer Gelassenheit nahmen die
Greifvögel die bewundernden Blicke der Besucher hin.
Flanieren im Schlosshof, ein Blick in die Pfarrkirche St. Walburga oder sogar
ein Gang hinauf auf den Turm: Die Gäste nutzten gerne die vielfältigen Angebote,
um sich ein Bild von der Ortschaft und ihrer 1000-jährigen Geschichte zu machen.
Ein flammendes und faszinierendes Spektakel war auch die Feuershow am
Samstagabend.

29.03.2011 | Netzcode: 2741198 |
Märchen für alle Sinne
Erzählstunde im Pflasterzollhaus mit Tanja Weiß
Sulzbach-Rosenberg. (mpi) Warum ist der April so launisch und
warum gefriert es auch manchmal im Mai? Humorvolle und fantastische Antworten
gibt die Geschichte "Wie der April den März besuchte". Märchenerzählerin Tanja
Weiß hatte zu einer Erzählstunde ins Pflasterzollhaus eingeladen. Mit Riech- und
Fühlspielen führte sie die Kinder auf das erste Märchen "Rapunzel" hin -
schließlich beginnt dort alles in einem Kräutergarten.
Mit verschiedenen Stimmen, differenzierter Mimik und großen
Gesten erzählte Tanja Weiß die Geschichten und bezog die Kleinen in das
Geschehen aktiv mit ein. Ein kleines Töpfchen mit selbst gepflanzten Veilchen
durfte nach der Erzählstunde jedes Kind mit nach Hause nehmen. Dann stand noch
eine kleine Prüfung für die Mamas an, die drei Fragen zu Märchen beantworten
mussten. Für das leibliche Wohl der Erziehungsberechtigten hatten die Damen des
Stiber-Fähnleins gesorgt.
Künftig soll es so einen Erzählnachmittag immer am letzten
Freitag des Monats mit Märchenerzählerin Tanja Weiß geben. Nächster Termin ist
der 29. April, dort wird thematisch auf die Walpurgisnacht unter dem Motto
"Hexenzauber" eingegangen

Von (rlö) | 21.02.2011 | Netzcode: 2692398 |
Sulzbach-Rosenberg
Erfolg dank Idealismus und Sachkunde
Historische Gruppe "Stiber-Fähnlein" hält Rückschau - Guter
Ruf weit über die Region hinaus
Sulzbach-Rosenberg. (rlö) "Was die Stadt in den Bereichen
Denkmalpflege und Stadtsanierung baulich vorgibt, erfüllt ihr mit Leben" -
Bürgermeister Gerd Geismann sparte nicht mit Lob, als er bei der
Hauptversammlung der Historischen Gruppe "Stiber-Fähnlein" die Arbeit "seiner
Stiberer" würdigte. Mit Klaus Faltenbacher an der Spitze (er wurde in seinem Amt
als 1. Vorsitzender bestätigt) geht der Verein 2012 in sein 20. Jahr. Das
Jubiläum soll gebührend gefeiert werden.
Beim "Bartl" am Feuerhof zog das Stiber-Fähnlein die Bilanz
aus seiner Arbeit in den zurück liegenden zwei Jahren. "Unsere Beiträge und
Aktivitäten zur Heimatgeschichte werden von Stadt und Landkreis sowie von der
Öffentlichkeit gewürdigt und anerkannt", so 1. Vorsitzender Klaus Faltenbacher
in seiner Rückschau. Auch in der so genannten Mittelalter-Szene genieße das
Fähnlein überregional nach wie vor einen guten Ruf.
Ausgezeichnete Teamarbeit
Dies alles sei nur der Teamarbeit zu verdanken, die das Stiber-Fähnlein seit
jeher auszeichne. Besonders würdigte der Vorsitzende in diesem Zusammenhang die
Leistungen der Ritter-Gruppe "Comitas Sulczpach" unter Leitung von Daniel Butz,
und der Jugendgruppe, betreut von Sabina Hughes, Johannes Ostermann, Peter
Ostermann und Wolfgang Fischer.
Faltenbachers Dank galt jedoch umfassend allen Vorstands- und
Vereinsmitgliedern und ausdrücklich vor allem der Stadt und Bürgermeister Gerd
Geismann, die jederzeit und unbürokratisch ein offenes Ohr für die Belange des
Stiber-Fähnleins hatten. Eine von "Notarius" Maria Faltenbacher vorbereitete
Powerpoint-Präsentation bot einen komprimierten Überblick über die zahlreichen
Aktivitäten und Veranstaltungen der Historischen Gruppe in den vergangenen zwei
Jahren.
Diese reichten von der jährlichen Mitwirkung am Altstadtfest
mit großem Mittelalter-Lager auf der Schanz über die Präsenz bei den wichtigsten
mittelalterlichen Festen in der Region bis hin zur Mitwirkung bei
Veranstaltungen wie dem Rosenberger Krippenweg, dem AKV-Brunnenfest,
Ortsjubiläen wie "1000 Jahre Kirchenreinbach", dem Nordgautag, Neujahrsempfang
des Landkreises und vielem mehr.
Öffnung an Marktsonntagen
Ein wahrer Publikumsrenner sei inzwischen die Öffnung des Pflasterzollhauses an
drei Marktsonntagen, berichtete Faltenbacher. Historische Stadtführungen, die
Kontaktaufnahme zum Markt Buttenheim, die Aktivitäten der diversen Arbeitskreise
und die zahlreichen Auftritte der Tanzgruppe Laetissime Saltemus ergänzten die
respektable Auflistung.
Nicht zuletzt unterstützt das Stiber-Fähnlein immer wieder
ideell und finanziell denkmalpflegerische und archivalische Maßnahmen, so etwa
die Sanierung der Alten Lateinschule, die Einrichtung des Apothekerzimmers im
Stadtmuseum oder auch den Ankauf der Bettschart-Chronik. Für die Stadt, daran
ließ 1. Bürgermeister Gerd Geismann keinen Zweifel, ist das Stiber-Fähnlein
Aushängeschild und Aktivposten zugleich. Die Arbeit der Gruppe strahle weit über
die Region hinaus und sei deshalb so erfolgreich, "weil sich beim
Stiber-Fähnlein Idealismus und Sachkunde in idealer Weise paaren".

http://www.oberpfalznetz.de/bildergalerien/2647352-157-Tgalerien-Sthumbs-P3,1,0.html
„Zögerliche schauen alt aus“
Regierungspräsidentin Brigitta Brunner hält Festrede bei
Neujahrsempfang Amberg-Sulzbach. (ben)
Die Vils hatte sich zurück in ihr Bett gezogen und so
erreichten die Besucher des Neujahrsempfangs am Sonntag den König-Ruprecht- Saal
trockenen Fußes. Dorthin hatten Landrat Richard Reisinger und seine
Stellvertreter eingeladen. Unter den zahlreichen Gästen aus allen Bereichen des
öffentlichen Lebens befanden sich auch Reisingers Amtsvorgänger Dr. Hans Wagner
und Armin Nentwig.
Nach dem obligatorischen Händedruck mit passenden Wünschen für
ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2011 hatte Regierungspräsidentin Brigitta
Brunner als Festrednerin das Sagen. Sie versprühte Optimismus, als sie die
Oberpfalz als Zukunftsregion bezeichnete, schrieb den Anwesenden aber auch ins
Stammbuch, den demografischen Wandel als langfristige Herausforderung an unsere
Gesellschaft anzunehmen.
Unter 100 000 Einwohner
Die tiefgreifende Veränderung habe bereits begonnen und werde schon sehr bald
erhebliche Auswirkungen auf zahlreiche gesellschaftliche Bereiche haben. Für den
Landkreis Amberg- Sulzbach bedeute dies, schon 2021 unter die 100 000-Einwohner-
Marke zu rutschen.
Sinkende Geburtenzahlen und steigende Lebenserwartung würden
dazu führen, dass im Landkreis bis 2029 die Zahl der unter 18-Jährigen um 26,5
Prozent abnehmen werde. Zugleich werde der Anteil der über 64-Jährigen um 32,8
Prozent nach oben schießen. „Unser Leben wird sich komplett verändern“, so
Brunner. Nach den Worten der Regierungspräsidentin drohten einerseits
Schulschließungen, andererseits sei die Nachfrage nach Wohn- und
Pflegeeinrichtungen für Hochbetagte zu erwarten. Um diese Herausforderungen
meistern zu können, seien Strukturveränderungen unabdingbar.
Patentrezepte gebe es nicht, wichtig sei die Information und
Sensibilisierung für diesen Themenkomplex. Die Regierung werde dies
unterstützen, versicherte die Sprecherin. Bereits jetzt stehe eine
Informationsplattform mit statistischen Basisdaten und Handlungsempfehlungen zur
Verfügung. Interkommunale Zusammenarbeit und Regionalmarketing führte sie als
weitere wichtige Ansatzpunkte an.
Das Licht vermehren
Einer ersten Bestandsaufnahme müsse die überlegte, planvolle und mutige
Umsetzung folgen. Denn: „Der Landstrich Bayerns, der dies zuerst erkannt hat,
wird die Nase vorne haben und die Zögerlichen, die Uneinsichtigen und die
Langsamen werden im wahrsten Sinne des Wortes alt ausschauen.“ Die demografische
Entwicklung werde allenfalls leicht unterschiedlich verlaufen, aber überall –
nicht nur in Bayern – das große Problem sein.
Dessen ungeachtet sah Brigitta Brunner am Sonntag viel mehr
Licht als Schatten für die Oberpfalz. Dieses Licht gelte es zu vermehren, machte
sie den Gästen Mut. Als positive Signale wertete sie Nachrichten von vollen
Auftragsbüchern, von der Suche nach Auszubildenden und Fachkräften und auch die
inzwischen häufig zu hörende Aussage „Es läuft wieder“. Mit diesen Worten und
dem Wunsch, „dass Sie im Januar 2012 wieder gesund und munter den Empfang des
Landkreises Amberg- Sulzbach besuchen können“, schloss die Regierungspräsidentin
unter Beifall.
Bildergalerie zum Neujahrsempfang ab Montagmittag im Internet:
www.oberpfalznetz.de
Ohne Schein und Einweisung Amberg-Sulzbach. (ben)
Ganz so kurz, wie ihm inzwischen fast schon sprichwörtlich
nachgesagt wird, war Richard Reisingers Grußadresse am Sonntag nun doch nicht
(siehe auch Zitate und Grußwort). Langatmig aber war’s auch nicht, was der
Amberg- Sulzbacher Landrat seinen Gästen im König-Ruprecht-Saal mit auf den Weg
gegeben hat.
Als an dessen Portal – umrahmt vom historischen Stiberfähnlein
aus Sulzbach-Rosenberg – erst mal alle Hände geschüttelt waren, hob Reisinger am
Mikrofon an, würzte das Gesagte mit gar mancher Pointe und treffenden Zitaten,
um schließlich allen Helfern zu danken, voran denen in der Logistik, aber auch
den Mitgestaltern des Vormittags wie den Kurfürstlichen Böllerschützen, der
Bläsergruppe St. Ägidius aus Schmidmühlen sowie der Küche des St.-Anna-
Krankenhauses Sulzbach-Rosenberg mit Chefkoch Hans Luber, „dessen Menü Sie heute
ohne Krankenschein und Einweisung genießen dürfen“.
