
03.12.2009 | Netzcode: 2107362 Sulzbach-Rosenberg
Träumen in malerischer Krippen-Landschaft
34 Stationen auf dem Rosenberger Krippenweg
warten auf Besucher - Eröffnung im Fischer-Garten
(kök) "Bei uns hat die Krippe noch Platz", stellte 1.
Bürgermeister Gerd Geismann fest. In Rosenberg hat sie sogar sehr viel Platz,
nämlich 34 Fenster oder Gärten. Diese zeigen auf dem Rosenberger Krippenweg über
40 verschiedene Darstellungen des Weihnachtsgeschehens. Zur feierlichen
Eröffnung gab es nicht nur Lobesworte, sondern auch einen romantischen
Weihnachtsmarkt.
Internet-Auftritt
Sprecher Manfred Weiß konnte zahlreiche Vertreter aus Politik, Kirche und
Vereinsleben begrüßen. Nachdem im letzten Jahr der Weihnachtsmarkt zum ersten
Mal auf die Beine gestellt und der Internetauftritt neu gestaltet wurde, konnte
sich das Team heuer wieder verstärkt dem Krippenweg selbst widmen.
Und das sehr erfolgreich: Um stolze neun Stationen konnte der
Weg im Vergleich zu 2008 erweitert werden. Er führt neben dem Dorfkern vom
Kindergarten Guter Hirte durch die Meierfeldstraße zur Gärtnerei Honig. Danach
geht es die Jahnstraße zurück zum Feuerwehrhaus. Unterwegs sind erstmals
Außenkrippen in fünf verschiedenen Gärten zu sehen. Die nächste Erweiterung ist
Am Anger. Hier geht der Weg am Steg entlang zum ehemaligen Ertel-Kramer.
Besonders sehenswert ist der Gewölbekeller beim Bloicher (Schreinerei Rösch),
der eine Gruppe Figuren von 100 Zentimeter Größe beinhaltet. Am Steg wartet ein
Schaustollen mit einer Bergmannskrippe auf die Besucher. Außerdem ist hier eine
große Krippenlandschaft zu sehen. Vor der Kulisse des Stahlwerks ist außerdem
eine Stahlkrippe zu bewundern. Weiß dankte den Mitgliedern der
Krippenwegmannschaft Sonja Plachetka, Kerstin König, Wolfgang Albersdörfer, Hans
Pilhofer, Wolfgang Fischer und Werner Schmitt sowie den Ausstellern. Weiß
wünschte den Besuchern des Krippenwegs, dass sie losgelöst vom hektischen
Treiben hier im Dorf eine Oase der Ruhe in der Adventszeit finden. Im
Fischer-Garten ließen es sich die Besucher dann bis in den späten Abend hinein
gut gehen.
Im weihnachtlichen romantischen Ambiente verwöhnten die KJG
Rosenberg, die historische Gruppe Stiber-Fähnlein, die schon beim Aufbau
tatkräftig geholfen hatte sowie die Pfadfinder Rosenberg die Gäste mit
Bratwürsten, Waffeln und Kartoffelsuppe.
Viele Stunden Arbeit
Das Krippenweg-Team, Familie Baumer und der Kindergarten "Guter Hirte" hatten
viele Stunden gebastelt und konnten ein großes Angebot an Geschenkideen und
Weihnachtsdeko bieten. "Gernots Gefolge" zeigte die Kunst des Zinngießens, die
dann auch gleich ausprobiert werden konnte. Für die Kinder gab es wieder ein
Glücksrad. Werner Schmitt zeigte, wie Krippenzubehör entsteht. Ein besonderes
Highlight waren die Feuerspucker von "Gernots Gefolge".

25.11.2009 | Netzcode: 2095770 Sulzbach-Rosenberg
Romantische Reise durch die Wunderwelt von Weihnachten
Rosenberger Krippenweg öffnet am Sonntag,
29. November, mit Adventsmarkt
Er ist eine wahre Erfolgsgeschichte und ein Musterbeispiel für
ehrenamtliches Engagement. Krippen gehören bei uns zum Advent wie Glühwein und
Plätzchen. In Rosenberg kann man ganz ausgiebig Kripperl schauen - beim
Rosenberger Krippenweg.
Elisabeth Scherer hatte einst die Idee. Für die Initiatoren
schon eine Erfolgsgeschichte: Was klein begann, hat sich mittlerweile zu einem
beliebten Ziel in der Region gemausert. Am 1. Advent ist Eröffnung.
Betrieb im "Dorf"
Seit September laufen die Vorbereitungen. Das Team sprach mit Krippenbauern, es
wurden Schaufenster vermessen und Plakate entworfen. In dieser Woche kommen die
Krippen in die Schaufenster. Da herrscht rege Betriebsamkeit im "Dorf".
Um die 30 Krippen sind es auch heuer wieder, viele neue sind
dabei. Zu sehen ist fast alles, was es an Krippenbaustilen gibt: Papier, Ton,
orientalische, alpenländische Krippen mit Motiven aus der Region,
Schachtelkrippen und vieles mehr.
Der Weg führt durch Alt-Rosenberg. Die Fenster sind
beleuchtet, so dass einem abendlichen Spaziergang im Advent nichts im Wege
steht. Für romantische Stimmung sorgen die Weihnachtsbeleuchtung und der große
Christbaum in der Dorfmitte.
Viele Leckereien
Eröffnet wird der Rosenberger Krippenweg am Sonntag, 29. November, 1. Advent, um
15 Uhr im Fischergarten. Für feierliche Stimmung sorgen zwei junge Bläser. Mit
befreundeten Vereinen haben die Macher einen kleinen Weihnachtsmarkt
organisiert. Von 14 bis 20 Uhr werden allerlei Leckereien, Naschereien
präsentiert, zum Beispiel Waffeln, Bratäpfel und Kakao die Besucher anlocken.
Zudem gibt es Krippenbauvorführung, Zinngießen, Misteln, Krippenzubehör sowie
getrocknete Schwammerl können gekauft werden, am Abend werden Feuerspucker ihr
Können präsentieren.
Weitere Informationen im Internet:
http://www.rosenberger-krippenweg.de

13.10.2009 | Netzcode: 2038855 Die Grafen von Sulzbach
Auf den Spuren der Grafen von Sulzbach und deren Burganlage
können Interessierte am Sonntag, 18. Oktober, wandeln. Die Themenführung, die
einen Glanzpunkt der Sulzbacher Stadtgeschichte beleuchtet, beginnt um 14.30
Uhr. Treffpunkt ist der Löwenbrunnen am Luitpoldplatz in Sulzbach-Rosenberg. In
Begleitung der Ritter von "Comitas Sulczpach" besichtigen die Teilnehmer die
Fürstenquelle, die Schlosskapelle und den Wohnturm. Die Gebühr beträgt für
Erwachsene 2 Euro, Kinder dürfen umsonst mit. Bild: hfz

07.09.2009 | Netzcode: 1988831 | Sulzbach-Rosenberg
"Maiden" und "Recken" im Lagerleben
Jugendzeltlager der historischen Gruppe
Stiber-Fähnlein - Schwerter und Schwirrhölzer
Sulzbach-Rosenberg. Manch Spaziergänger auf der Allee drehte
am Wochenende verwundert den Kopf: "Ja, ist denn schon wieder Altstadtfest?"
Einmal wie die Großen ein Ritterlager zu beziehen und dort auch alleine zu
übernachten, das war der Wunsch einiger Kinder aus der Jugendgruppe des Stiber-
Fähnleins. Zusammen mit Freunden rückte eine Schar der überwiegend elf- bis
14-jährigen Teilnehmer an, um ihre Zelte zu beziehen .
Gleich nach der Begrüßung durch Stiber-Vorsitzenden Klaus
Faltenbacher machten sich die gewandeten Nachwuchsritter und Mädchen an dies
Aufgabe, einen ehrenvollen Namen mit eigenem Wappen für sich zu suchen.
Unterstützt durch Vorlagen aus einer Wappenrolle kamen dann
klingende Namen wie Quirin von Obersdorf, Siegfried von Vestenstein oder Eirene
von Sulzbach heraus. Der Nachmittag verging wie im Flug mit der Herstellung von
mittelalterlichen Kettenhemden, Schmuck aus Eisen oder von Schwirrhölzern, die
natürlich nach der Fertigstellung erprobt werden mussten. So summte bald der
ganze Stadtgraben. Das Schwirrholz war früher ideal geeignet zur Übermittlung
"geheimer" Nachrichten.
Rennen mit dem Besen
Die Mädchen ließen sich erst einmal gekonnt die Haare mit Zöpfchen im
historischen Stil flechten und schmücken. Anschließend probten sie, unterstützt
von einigen Mitgliedern des Tanzkreises Laetissime Saltemus, historische Tänze.
Ein herrlicher Spaß auch das Hexenbesenrennen, bei dem die jungen Recken als
Sieger hervorgingen und sich eine Belohnung aus dem qualmenden Hexenkessel
fischen durften.
Bevor sich alle an die Abendvesper machen durften und ihr
erstes Brot im Stil ihres zuvor ausgesuchten Wappens belegten, musste die
hungrige Meute zunächst noch zum Thema Erntedank heute und in früheren Zeiten
instruiert werden.
Frisch gestärkt übten sich die Recken - nachdem zwei junge
Ritter von Comitas Sulczpach sich der Aufgabe angenommen hatten - in
Schwertkampfdisziplinen, Bogen- und Schatzkistenschießen mit der Armbrust. Hier
kam endlich der jüngste Ritter im Alter von fünf Jahren zum Zug, schließlich
hatte er schon den ganzen Nachmittag auf seine "echten Ritter" gewartet, um sich
ihnen zum Kampfe zu stellen.
Hexe aufgeschreckt
Bei Einbruch der Dunkelheit machte sich die Gruppe auf, um bei Fackelschein die
Sulzbacher Stadtmauer zu erkunden. Unterwegs schreckten sie eine Kräuterhexe
auf, und im Zwinger stritten sich gar zwei Ritter um die Qualität ihres Weines.
Nachdem der Streit mit Waffengewalt zugunsten des Ritters Gottfried ausgegangen
war, lud dieser die Schar zu sich in den Wehrturm ein, um den Wein bzw.
Traubensaft zu kosten.
Lange Feuerwache
Mit großen Augen musterten die jungen Recken die Wachstube, und einige
Geschichten aus vergangener Zeit wurden wieder lebendig. Zurück im Lager suchten
alle das wärmende Lagerfeuer auf, vier aus ihrer Mitte zeigten ihr Talent bei
der Feuer-Jonglage. Damit die Nacht nicht zu lange dauerte, hielten die
Feuerwachen immer wieder Würstchen oder Stockbrot ins Feuer und knabberten
daran.
Behängt mit Eisenschmuck, Schwirrholz, Waffen und vielen
schönen Erinnerungen verließen die jungen Maiden und Recken am nächsten morgen
nach einem ordentlichen Frühstück das Lager mit der drängenden Frage: "Wann
machen wir das wieder?"

(ds) | 01.08.2009 | Netzcode: 1937996 | Kirchenreinbach
http://www.oberpfalznetz.de/suche/F0-100-Tquery-S,1,0.html weitere Artikel
Das Schloss als Publikumsmagnet
Feuershow, Tänze und Markttreiben
faszinieren die Kirchenreinbacher und ihre Gäste
Kirchenreinbach. (ds) Der Besuch des ehemaligen bayerischen
Ministerpräsidenten Dr. Günther Beckstein, die Enthüllung des Gedenksteins mit
Geschichtstafel und vielbeachtete Ausstellungen - reich an Höhepunkten war die
1000-Jahrfeier in Kirchenreinbach. Einige attraktive Seiten des Programms
bleiben den bisherigen Berichten noch hinzuzufügen.
Das Stiber-Fähnlein und seine Jugendgruppe "Comitas Sulczpach" sowie "Gernots
Gefolge" hatten ihre Zelte im Garten am altehrwürdigen Schloss aufgeschlagen.
Anmutig bewegten sich die Burgfrauen und Ritter vom Tanzkreis. Spät abends
kehrte orientalischer Zauber ins Festzelt ein, als junge Damen des
Stiber-Fähnleins mit einer Reihe von Bauchtänzen nicht nur die Blicke der
männlichen Gäste auf sich zogen.
Der Kräutergarten ist noch keine sechs Wochen alt, und schon
hatte sich eine Kräuterhexe eingenistet. Altes Handwerk demonstrierte der
Schmied in kraftvoller Handarbeit, und gleich daneben zog ein Kalligraph zarte
Linien auf Ahnentafeln.
Gespenstische Atmosphäre
Kaum war die Nacht angebrochen, erleuchtete die Feuershow des Stiber-Fähnleins
den Platz beim Festzelt. Zu den Fontänen der Feuerspucker und brennenden Lunten,
die Kreisfiguren zeichneten, trieb ein Bodenfeuerwerk die gespenstische
Atmosphäre auf den Höhepunkt.
Samstag und Sonntag waren die Straßen von Kirchenreinbach
gesäumt von Verkaufsständen mit mittelalterlicher Handwerkskunst, Holzwaren,
Korbwaren, Spielzeug, landwirtschaftlichen Produkten, Honig und Likören,
Mineralien und Glasschmuck, Lederwaren, Wollerzeugnissen, Dinkelkissen und
allerlei Dekoration für Haus und Garten.
Zu einem zugkräftigen Programmpunkt entwickelten sich die
Besuche im Schloss. Hunderte Besucher warteten geduldig auf die nächste Führung,
um alte Haushaltsgeräte und Handwerkskunst, wertvolles Porzellan, gepflegte
Möbel und Gemälde in den Zimmern des historischen Gebäudes zu sehen. Edeltraud
Spacil erläuterte immer wieder Ursprung und Bedeutung der Stücke.
Orgel mit "Drehwurm"
Den Festsonntag beschloss eine Andacht in der St. Ulrichskirche, gestaltet von
Pfarrerin Barbara Meister-Hechtel und Pfarrer Michael Kneißl sowie Lektor Robert
Hufnagel. Herbert Lindner griff das gewählte Thema Luft mit dem Orgelstück "Air"
von Johann Sebastian Bach auf, während Martina Späth einen "Orgeldrehwurm" und
ein Stück "Zum Lächeln und Genießen" erklingen ließ.

Von (rlö) | 30.06.2009 | Netzcode: 1890762 |
Sulzbach-Rosenberg
Historische Attraktionen zuhauf
Attraktion des Stiber-Lager beim
Altstadtfest ungebrochen - Riesiges Feuer-Spektakel
Sulzbach-Rosenberg. (rlö) Wenn Albrecht Stiber die
Ritterschaft zur Tafel bittet, Ritter Jörg die Reisigen zum Waffendrill ruft
oder Klaus Faltenbachers Feuerspucker die mittelalterliche Stadtkulisse in
glühendes Licht tauchen, ist ihnen stets hohe "Einschaltquote" sicher - so
pilgerten auch heuer zum Altstadtfest die Gäste in hellen Scharen ins
mittelalterliche Lager auf der Schanz: Rekordverdächtige Besucherzahlen, tolles
Programm rund ums Generalmotto "Schwarze Kunst, weiße Magie".
Aus der ganzen Oberpfalz, Franken, Ingolstadt und München waren befreundete
historische Gruppen heuer der Einladung des Stiber-Fähnleins gefolgt, um
gemeinsam drei Tage lang die Altstadtfestbesucher mit zu nehmen auf eine
vergnügliche Zeitreise durch die Jahrhunderte zurück ins Mittelalter und die
Renaissance.
Fest traditionell eröffnet
Die "Historischen" ließen es sich nicht nehmen, das große Bürgerfest der
Herzogstadt mit Böllern und Kanonen anzuschießen und mit einem stattlichen
Festzug zu eröffnen.
Gut frequentiert war bei schwülwarmem Wetter nicht nur der
Badezuber, sondern auch die Weinschänke, wo die Musikanten von "Lusamendtleyn"
mit Bernd von Ammenberg, Minnesänger Uli, Barden von Nostri Farrago, Casteller
Spilleyten und anderen für musikalische Kurzweil sorgten. Bei den jungen Recken
der Gruppe "De Profundis" war Samstag und Sonntag der musikalische Part in
besten Händen. Ihr tempogeladenes rhythmisches Spiel auf Dudelsäcken und
Schlagwerk riss Jung und Alt mit - wann sonst hört man das Motiv "Smoke on the
water", gespielt auf einer mittelalterlichen Rauschpfeife.
Erster Höhepunkt für die Ritterschaft war Freitag Abend die
Schwertleite, mit der ein Knappe aus der Gefolgschaft Comitas Sulczpach durch
Gelphrad von Rosenberg und Königstein zum Ritter geschlagen und mit dem Lehen
Holnstein bedacht wurde. Vorausgegangen war der Bieranstich durch Festbräu Armin
Ertel, dessen edles Festbier "175 Jahre Fuchsbeck" exklusiv im historischen
Lager in den Krügen schäumte. Dass die Besucher kulinarisch verwöhnt wurden,
versteht sich von selbst. Für zusätzliche Stärkung sorgten die Bergknappen mit
"Grubenwasser".
Turbulente Wettkämpfe
Immer wieder erfreuten die orientalischen Tänzerinnen von "Na ilah" und "Bahira
Anjun" und die historische Tanzgruppe Laetissime Saltemus, dazu gesellten sich
turbulente Knappen-Wettkämpfe wie Bruchenball, Spundloch-Schlagen, Waffendrill,
Mittelalter-Modenschau, Kinder-Programm etc.. Die historische Festmeile
bestätigte ihren Ruf als ideales Altstadtfest-Revier für die, die eher
gemütliches Feiern schätzen.

Von (rlö) | 26.06.2009 | Netzcode: 1885494
Sulzbach-Rosenberg
Ritterschlag, Feuerspucker und Marketender
"Schwarze Kunst und Weiße Magie" beim
reichhaltigen Mittelalter-Lager "Auf der Schanz"
Das Mittelalter ruft mit Macht - wie immer zum Altstadtfest
bittet die Historische Gruppe Stiberfähnlein auch heuer von Freitag Abend bis
Sonntag Abend zur pittoresken "Zeitreise" auf der Schanz hinter dem
Pflasterzollhaus. Vor der prächtigen Fels- und Stadtmauerkulisse entfalten über
200 Teilnehmer aus 15 Vereinen und zahlreiche Marketender das Leben des
Mittelalters und der Frührenaissance. "Schwarze Kunst und Weiße Magie" lautet
das General-Motto.
Magier und Alchimist
Die Druckerei Keck stellt auf einer historischen Druckerpresse Kunstdrucke
aus dem Bestand der Seidelschen Druckerei her. Man kann einem Papierschöpfer
zusehen, die Schreibkunst des Kalligraphen bewundern und sich vom
Schreibkünstler des Stiberfähnleins in die Geheimnisse der Ahnenforschung
einweihen lassen. Die "Weiße Magie" begegnet den Besuchern in Gestalt eines
Magiers und eines Alchimisten. An ihrer Seite entwickelt Kräuterhexe Esmeralda
ihre Künste, sie sagt auf Wunsch auch die Zukunft voraus.
Freude für die Sinne
Handfeste Sinnenfreuden erwarten die Gäste rund um die Mittelalterliche
Badestube mit Weinausschank, die nach Eröffnung des Stadtstadtfestes gegen 18.45
Uhr ihre Pforten öffnet. Zum Auftakt spielt die Musikgruppe "Lusamendtleyn". Um
19 Uhr wird Festbräu Armin Ertel mit 1. Bürgermeister Gerd Geismann den
offiziellen Bieranstich zelebrieren. Feierlich wird's gegen 20.30 Uhr, wenn nach
originalen Zeremonien des mittelalterlichen Ritterschlages ein neuer Ritter in
die Gemeinschaft "Comitas Sulczpach" aufgenommen wird.
Am Samstag entfaltet sich das Historische Lagerleben bereits
am 10 Uhr und setzt sich ab 14 Uhr mit mittelteralterlichem Markt und Handwerk
sowie abendlicher Ritter-Tafel fort. Außerdem präsentieren sich eine Vergolderin
aus Schwabach, die kernigen Schmiede aus Hormersdorf, Seiler, Fackelmacher,
Korbflechter, Schnitzer und Seifensieder, der Bogenbauer aus Cadolzburg und der
Instrumentenbauer aus Gebenbach. Auch Kerzenziehen und Zinngießen,
Kanonendonner, magische Zaubereien, Mäuseroulette für Kinder locken
Viele Tanzeinlagen
Die Historischen Tanzgruppe "Laetissime Saltemus" kommen ab 15 Uhr, die
orientalischen Tänzerinnen von "Nailah" ab 17 Uhr. Ab 19.30 Uhr unterhält die
Mittelalter-Musikgruppe "De Profundis". Absoluter Höhepunkt am Samstag Abend
wird die große Show "Feuer & Tanz" mit Tänzen von Bahirah Anjum und dem
Feuerspectaculum der Historischen Gruppen (Beginn gegen 21.30 Uhr).
Bruchenball am Sonntag
Sonntag gibt es vormittags gegen 11 Uhr einen sportlichen "Bruchenball"-Wettstreit
spärlich bekleideter Knappen, gegen 14 Uhr eine Modenschau mit Mittelalter- und
Renaissance-Gewandung. Ab 17 Uhr spielt nach weiteren Tanz- und
Schaudarbietungen wieder "De Profundis".
Eine stattliche Marketenderey lädt zum Bummeln und Kaufen:
Societas Gaudii mit Schätzen der Kaufmannsgilde, Zuckerbaeckerey, Nicodemus
Allerley, Korbscheune mit köstlichen Tropfen, Grubenschänke der Bergleute,
Saubrater, Bratwürstl, Stiber-Eintopf, englisches Konfekt, italienische Torrone,
türkische Spezialitäten.

Von (mop) | 09.06.2009 | Netzcode: 1862655 |Sulzbach-Rosenberg
Lilien erstrahlen neu
Stiber-Fähnlein und Stadt renovieren
Turm an Fürstenquelle
Die Mauern sind neu geweißt, die Eingangstür wurde erneuert - und zwei Wappen
zieren jetzt den Turm an der Fürstenquelle. Das Stiber-Fähnlein frischte in
Zusammenarbeit mit der Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn dieses Stück
Geschichte der Herzogstadt auf. Heiner Koch, der bereits das Zollhaus-Wappen
gemalt hat, leistete am Turm wieder hervorragende Arbeit.
Von Kastl gegründet
Die Fürstenquelle ist eng mit der Geschichte der Stadt verbunden. Der Legende
nach soll Graf Gebhard einst sechs Waschweiber an dieser Quelle am Schlossfelsen
gesehen haben. Nach einem Jagdunfall entschied er, an dieser Stelle eine Stadt
zu gründen. Mittlerweile haben Grabungen und Forschungen ergeben, dass es
bereits um das 8. Jahrhundert Siedlungen am Sulzbacher Schlossberg gegeben haben
muss.
Die enge Verbindung zu Kastl wird in den sechs Lilien im
Wappen deutlich: Sulzbach-Rosenberg trägt sie auf rotem Grund, Kastl - als
"Muttergemeinde" - auf blauem Grund. Berchtesgaden besitzt ebenfalls sechs
Lilien in seinem Wappen, da es von Berengar I. von Sulzbach gegründet wurde - er
erfüllte damit ein Gelübde.
Der Turm dient seit Jahrhunderten als Fassung der Quelle. Nun
erstrahlt er wieder in hellem Weiß in der Sonne: Ein schöner Anblick für
Anwohner und eine Aufwertung der Stadtansicht von Süden aus.

10.06.2009 | Netzcode: 1864262 Amberg
Das ganze bunte Bild des Nordgaus
Großer Festzug durch Ambergs Innenstadt am
Sonntag, 14. Juni -
Übersicht: Welche Gruppe marschiert an welcher Stelle
Der große Bayerische Nordgaufestzug am Sonntag um 14 Uhr ist der jeweilige
Höhepunkt des Nordgautages, der sich aus Teilnehmern aus der Oberpfalz, dem
Egerland, Sechsämterland, dem Oberen Vogtland, und dem weiteren ehemaligen
Nordgau zusammensetzt.
Musikkapellen und Spielmannszüge, Volkstums- und
Heimatvereine, Festwägen, Festspielabordnungen und Laienspielgruppen, Gruppen
mit Darstellungen ortstypischer Besonderheiten, Schützenvereine, Reitergruppen,
Fahnenschwinger u.v.a. repräsentieren die Gemeinden, Verbände und Vereine im
Oberpfälzer Kulturbund, Trachtenverbände und -vereine, die Egerländer Gmoin
sowie Oberpfälzer Landsmannschaften, aus München und Nürnberg.
Bisher sind angemeldet: ca. 2300 Teilnehmer 117 Gruppen 28
Trachtenvereine 21 Musikkapellen 25 Historische Gruppen 7 Festspielgruppen 14
Festwagen 12 Reitergruppen
Die Zugstrecke geht vom Kaiser-Wilhelm-Ring an der
Fachhochschule über den Malteserplatz, die Georgenstraße hinunter, über den
Marktplatz zur Bahnhofstraße, Kaiser-Ludwig-Ring und zum Pfalzgrafenring, wo er
sich auflösen wird.
Übersicht: Welche Gruppe marschiert an welcher Stelle
Die Festzugkoordination liegt in den bewährten Händen von Erich Tahedl, Stadtrat
in Regensburg und Vorsitzender des Gauverbandes Oberpfalz der Heimat- und
Trachtenvereine e.V.
Festzugaufstellung * rot
eigene Bemerkung
1 Fahnen des Bezirkes Oberpfalz
2 Knappschaftskapelle Amberg
3 Ehrengäste
4 Kutsche Nordgaupreisträger
5 Bergknappenverein Amberg
6 Festwagen - Stadt Amberg
7 Spielmannszug Amberger Stadtpfeiffer
8 Stadtwache Amberg
9 Cantus Ferrum
10 Freundeskreis König Ruprecht
11Festspielgruppe Welttheater Amberg
12 Trachtenverein "Hoamatland" Amberg
13 Trachtenverein "D'Stoapfälza" Amberg
13a Trachtenverein "D'Vilstaler" Amberg
14 Hutschelhexen Bad Bergzabern
15 Fahnenschwinger Gebenbach
16 Spielmannszug St. Georg Sulzbach-Rosenberg
17 Festwagen Sulzbach-Rosenberg "Wappen Innige
Nachbarschaft"
Comitas Sulczpach 12 Jhd.
18 Stiber-Fähnlein Sulzbach-Rosenberg 16. Jhd
Größe Fahne u. Landsknechtsfähnlein
Hauptmann Stiber mit Gemahlin und Edelleute
Wagenzug mit Marketenderinnen
Bürgerfrauen und Tanzkreis Laetissime Saltemus
19 Festwagen Sulzbach-Rosenberg
= Kutsche mit Bgm. Geismann mit Gemahlin = König Max I. Josef 19.
Jhd.
= die "Wiege des bayerischen Königshauses" die Mutter des 1. Bay.
Königs
liegt in der Wittelsbacher Gruft unter der
Pfarrkirche St. Marien in Sulzbach, begraben
---19- kam hinter Verein 30 jähriger Krieg
20 Historischer Verein 30-jähriger Krieg Sulzbach-Rosenberg
16. Jhd.
21 Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft Sulzbach-Rosenberg
22 Stadt- u. Jugendblaskapelle "Grenzlandbuam" Bärnau
23 Bergknappenverein Sulzbach-Rosenberg
24 Heimatverein "Birgland" Sulzbach-Rosenberg
25 Trachtenverein "Erz- und Eisenwalzerboum" Sulzbach-Rosenberg
26 Festwagen Schweppermannsgruppe Kastl
27 Schweppermannsgruppe Kastl
usw. bis 115

26.05.2009 | Netzcode: 1844923
Wallende Gewänder für Wallenstein
"Euch lassen wir immer gerne rein. Bei den
Kroaten sind wir froh, wenn sie wieder fort sind." Launig begrüßten
Bürgermeister Gerd Geismann und eine Abordnung des Stiber-Fähnleins am
Montagvormittag einige Schauspieler der Wallensteinfestspiele aus Altdorf. Vor
dem Rathaus gab Wilfried Nester, der einen Wachtmeister im Schiller-Stück
"Wallenstein" darstellt, eine Kostprobe. Seit 115 Jahren führen die Altdorfer
dieses Volksschauspiel auf, heuer vom 27. Juni bis 26. Juli. (räd)

Von (ads) | 06.04.2009 | Netzcode: 1781815 |
Sulzbach-Rosenberg
Kunstwerk jetzt fast "volljährig"
Osterbrunnenfest des Arbeiterkameradschaftsvereins ein
Besuchermagnet - Brauchtum
Sulzbach-Rosenberg. (ads) Bei herrlichem
Frühlingswetter erlebte die Eröffnung des Osterbrunnenfests des
Arbeiterkameradschaftsvereins Sulzbach-Rosenberg rund um den Mutter-Kind-Brunnen
einen regelrechten Besucheransturm. Bereits im 17. Jahr steigt in der
Herzogstadt das Osterbrunnenfest, das schon längst zur liebgewonnen Tradition
geworden ist.
Im Mittelpunkt des Fests mit Festzeltbetrieb steht einer der
größten Osterbrunnen der Welt, den der Arbeiterkameradschaftsverein (AKV)
Sulzbach-Rosenberg in diesem Jahr in wochenlanger Kleinarbeit mit sage und
schreibe 20 000 Eier geschmückt hat.
Zug zum Festgelände
Gestartet wurde mit einem Zug vom Festgelände zum Osterbrunnen, an dessen
Eingang das Stiber-Fähnlein unter der Leitung von Klaus Faltenbacher Wache
stand. Zweiter AKV-Vorsitzender Hans-Jürgen Haas hieß neben den zahlreichen
großen und kleinen Gästen eine ganze Reihe von Mandatsträgern willkommen.
Hans-Jürgen Haas richtete einen besonderen Dank an das
Stiber-Fähnlein für den Schutz und die Begleitung, aber auch für die tatkräftige
Unterstützung beim Osterbrunnenfest. Der Vorsitzende des Stiber-Fähnleins Klaus
Faltenbacher freute sich über eine Auszeichnung für seine Leistungen.
Haas ging dann auf die Geschichte der Osterbrunnen ein. In der
Welt der Volkskunde sei man sich alles andere als einig über die Herkunft des
Brauches der Osterbrunnen. Manche sagen, es handle sich um einen uralten Brauch
aus dem Mittelalter, Wikipedia gehe jedoch davon aus, dass es eine Erfindung der
Neuzeit sei und das der erste nachweisbare Osterbrunnen demnach 1909 in Aufsess
in der Fränkischen Schweiz geschmückt worden sei.
Wer nachrechne, merke, dass dieser Brauch heuer seinen 100.
Geburtstag feiert, der Sulzbach-Rosenberger Osterbrunnen feiert dagegen seinen
17. Geburtstag. "Der einst größte Osterbrunnen der Welt wird somit volljährig,
also kommen wir aus dem Feiern so schnell nicht raus", freut sich Hans-Jürgen
Haas.
Im Übrigen solle es früher der Brauch der Mädchen im
heiratsfähigem Alter gewesen sein, den Osterbrunnen zu schmücken. "Wir setzten
hier eher auf Erfahrung", versicherte der stellvertretende Vorsitzende. In
diesem Sinn dankte er den beiden "Osterbrunnen-Matadorinnen des AKV Roswitha
Fuchs und Rita Götz. Er dankte aber auch allen Helfern, die teils bei großer
Kälte an diesem Brunnen gebastelt und jenen, die auf der anderen Straßenseite
für das leibliche Wohl gesorgt hätten.
Es folgten Grußworte von Landrat Richard Reisinger, Zweitem
Bürgermeister Günter Koller und Pfarrer Dr. Roland Gierth. Die musikalische
Umrahmung der Eröffnungsfeier übernahmen die drei Kindergärten "Guter Hirte",
"An der Point" und St. Marien.
Im Anschluss an die offizielle Eröffnung folgte im
gegenüberliegenden Festzelt der gemütliche Teil.

Von (ful) |
04.04.2009 | Netzcode: 178020
Sulzbach-Rosenberg
Geschicke der Christenheit gelenkt
Auf den Spuren der Sulzbacher Grafen: Stadtführung fasziniert
mit lebendiger Historie
Sulzbach-Rosenberg. (ful) „Sind Ritter eigentlich kitzlig?“
„Wieso wird noch über die Sulzbacher Grafen geforscht?“ „Wie sah die Burg
Sulzbach eigentlich aus?“ Auf diese und weitere Fragen wusste Günter Haller
Antworten. Über 100 Besucher begaben sich mit ihm auf die Spuren der Sulzbacher
Grafen - von ihren Anfängen über den Höhepunkt der Macht bis zum Niedergang.
Dass Historie sehr lebendig wurde, dafür sorgte die Gruppe „Comitas Sulczpach“,
die Jugendgruppe des Stiber-Fähnleins.
Szenische Führungen erfreuen sich größter Beliebtheit, das
wurde bei der Führung „Auf den Spuren der Sulzbacher Grafen“ deutlich. Neben den
traditionellen Stadtführungen sind sie gerade auch für Einheimische oft ein
Ansporn, das Wissen um die Geschichte der Stadt wieder einmal aufzufrischen.
Das Erfreulichste daran: Sehr viele Kinder besuchten mit ihren
Eltern die Führung und zeigten, dass man sich um die nächste Generation an
Heimatforschern keinerlei Sorgen machen muss. Stadtführer Günter Haller nahm die
Menschen mit auf eine spannende Zeitreise durch die Geschichte des
Adelsgeschlechts, die stets auch eng mit der Geschichte des Reichs verbunden
war.
An der Fürstenquelle, praktisch am sagenhaften Ursprung der
Sulzbacher Geschichte, blickte Haller auf die Anfänge der Sulzbacher
Herrscherfamilie zurück.
Ritter stehen im Weg
Der Zugang zum Schloss war der Gruppe dann aber zunächst verwehrt: Gelphrad,
Ritter von Königstein, Herr von Rosenberg, Ministerialer des Grafen Gebhard von
Sulczpach auf dem Nordgau, Gottfried von Holnstein, Siegbotho von Thurndorf,
Herold Hagen und Page Pippin versperrten den Weg
Erst die Losung
Erst musste die Gruppe das Losungswort herausfinden, bevor sie Zeuge eines
spannenden Schwertkampfes wurde. Nach einem Überblick über die verschiedenen
Bauphasen von der hochherrschaftlichen Burg inklusive ausgeklügelter Unterboden-
und Kanalheizung bis zum prächtigen Schloss, wie es sich noch heute präsentiert,
bestaunten die Teilnehmer das Mauerwerk der Schlosskapelle.
Vertraute des Kaisers
Die Macht auf dem Sulzbacher Burgberg hat Nordgaugraf Ernst begründet, der wohl
in einem der entdeckten Gräber bestattet worden war. Ihre größte Machtausdehnung
erlebten die Grafen zwischen 1147 und 1188 nach Christus. Sie waren die engsten
Vertrauten des Kaisers und gestalteten Reichspolitik aktiv mit. „Im
Hochmittelalter kommt man an den Sulzbacher Grafen deshalb nicht vorbei.“
Geschickte Heiratspolitik machte es auch möglich, dass zwei
Sulzbacher Grafentöchter an der Seite ihrer Männer zeitgleich die Geschicke der
gesamten Christenheit lenkten: Gertrud herrschte über das weströmische Reich,
ihre Schwester Berta wurde Kaiserin des oströmischen Reiches.
Voll ins Schwarze
So schnell ihr Aufstieg war, so schnell kam auch ihr Niedergang: Schwere
Schicksalsschläge und unkluge politische Entscheidungen setzten der Macht ein
Ende.
Mit dieser Art der Stadtführung haben Günter Haller und „Communitas
Sulczpach“ voll ins Schwarze getroffen, was der große Zuspruch bewies.

Von (msc) | 30.03.2009 | Netzcode: 1772570 Theuern
Ein Becher voller Lebensfreude
Buntes Musik- und Tanzfest in Schloss Theuern entführt in das
Mittelalter und die Renaissance
Theuern. (msc) "Lasst uns ein Stündlein lustig sein...",
lautete das Motto. Doch es wurde weit mehr als ein Stündlein am Samstagabend im
Kulturschloss in Theuern, wo ein buntes Mittelalterfest mit Musik und Tanz
gefeiert wurde.
Kein Geringerer als der ehrenwerte Albrecht Stiber von
Buttenheim, Pfleger auf der Cadolzburg, Landrichter, Pfleger, Stadthauptmann von
Sulzbach und Burgherr zu Rosenberg höchst selbst, hieß die "hochgeschätzte
Gästeschar" willkommen.
Zum ersten Mal fand das Festival "Musik und Tanz des
Mittelalters" im Kultur-Schloss Theuern statt. Eine Zeitreise zurück ins
Mittelalter und in die Renaissance versprach der stattliche Herr auf der Bühne.
Und viele Gäste lagerten an langen Tischen im ehrwürdigen großen Saal im
Schloss, um längst vergangene Musik und Tänze wieder zu erleben. Mit einem
Pelztier um die Schulter gelegt, dem Barett mit der Straußenfeder am Kopf, dem
gegürteten Samtwams und engen Beinkleidern in hohen Lederstiefeln machte er
schon eine ausnehmend einnehmende Figur, der Albrecht Stiber alias Sepp Lösch.
Die Taten großer Männer
Fahrende Sänger, Spielleute und Tänzer kündigte er vollmundig an: den berühmten
und bekannten Minnesänger "Bernd von Ammenberg" aus Amberg, die "Bardolinos" aus
Trausnitz, die historische Tanzgruppe "Laetissime Saltemus" aus Sulzbach und das
Regensburger Trio "Lupus Vagabundus".
Mit der Drehleier in Händen und mittelhochdeutschen Liedern
lobte Bernd von Ammenberg die "Ehre der Frauen". Er sang von Gefühlen, die wie
die Jahreszeiten wechseln. Gemeinsam mit dem "Ensemble von Ammenberg", das mit
diesem Auftritt Premiere feiert, berichtete er von "Taten großer Männer und
fremden Ländern, von Mode, Kunst und Erfindungen". Dabei begleiteten Flöte,
Triangel, Laute und Trommel den Gesang.
Klassische, mehrstimmige Lieder der Renaissance stimmten die
Bardolinos an. Stimmlich elegant aufeinander abgestimmt, behandelten sie die
Themen Liebe und Sehnsucht ebenso feinfühlig, wie etwa die Attacken eines
Insekts, das es zu jener Zeit wohl recht häufig gab: den Floh. "Der beißt und
sticht, der krabbelt und zappelt in Hemd und Kleid, in Pelz und Rock!"
Höfische und ländliche Tänze führten "Laetissime Saltemus"
vor. Mal ernst geschritten, dann lustig gesprungen, mal im Reigen, dann als
Paar, zeigten sie Anmutiges und Anstößiges, jedenfalls sollen damals die
Bewegungen eine aufreizende Wirkung gehabt haben, erklärte Albrecht Stiber.
Heutzutage freue man sich an dem schönen Bild, das sich dem Betrachter bietet,
wenn die Tänzer Aufstellung nehmen. Diese konzentrieren sich auf die Schritte
beim "sternförmigen Figurentanz" und fassen sich bei den Händen. Die langen
Röcke wippen, die Volants an den Leinenhemden fliegen, die Nestelschnüre sind
stramm gezogen. Um die Taille ist der schmale Gürtel gelegt, an dem die
Nierentasche mit der Pater-Noster-Schnur baumelt. Edle Damen tragen teuere
Stoffe, Stadtbürgerinnen bevorzugen Wolle und die Herren stecken in weiten
Mänteln oder Kitteln über engen Beinkleidern.
Freche Sprüche
So ähnlich gewandet traten auch die Drei von "Lupus Vagabundus" auf. Sauf- und
Bettellieder hatten sie in ihrem Repertoire, dazu freche Sprüche,
marktschreierische Anpreisungen und flotte Dudelsackstücke. Sie sangen und
sprangen wie toll auf der Bühne herum und schenkten voll ein. Lebenslust pur und
Lebensfreude satt, so präsentierten sie Mittelalter. Und so unverkrampft machte
es dem "Volk zu Theuern" auch mächtig Spaß.

25.03.2009 | Netzcode: 1767677 |
Sulzbach-Rosenberg
Erfolgsjahr dank Kabarett, Kunst, Kultur
Verkehrsverein Sulzbach-Rosenberg feilt im 115. Jahr an neuen
Attraktionen Sulzbach-Rosenberg.
Festspiele, Krippenweg, Mittelalterlager, Kabarett, Klassik
und vieles mehr: Im Sulzbach-Rosenberger Kalender jagt ein kultureller und
gesellschaftlicher Höhepunkt den nächsten. Bei der Mitgliederversammlung des
Verkehrsvereins kam das deutlich heraus, sind hier doch die Träger des
kulturellen Geschehens vereint. Der Verein ruht sich in seinem 115. Jahr aber
nicht aus, sondern versucht heuer ein noch breiteres und hochkarätigeres Angebot
auf die Beine zu stellen.
http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/1767677-129-erfolgsjahr_dank_kabarett_kunst_kultur,1,0.html
(Bild)
Farbenprächtige Feste mit mittelalterlicher Prägung bilden einen wesentlichen
Bestandteil des Aktionsplanes für Sulzbach-Rosenberg, aber auch Kunst, Kultur
und Kabarett kommen nicht zu kurz. Bild: hfz
Stolz berichtete Vorsitzender Bürgermeister Gerd Geismann von der Arbeit im
Arbeitskreis Tourismus und Kultur der Metropolregion Nürnberg. Für
Sulzbach-Rosenberg und die Region gelte es, im nordbayerischen Raum das
Alleinstellungsmerkmal Maxhütte in Angriff zu nehmen, um den kulturellen
Pfründen Frankens etwas entgegenzusetzen. Geschäftsführer Fred Tischler gab die
aktuellen Übernachtungszahlen bekannt. Zwar habe sich 2008 die Quote von 13 093
auf 12 872 leicht verringert, jedoch blieben die Menschen länger, die
Verweildauer lag bei gut zwei Tagen.
Bestes Programm
Kulturell war das Jahr 2008 ein Erfolgsjahr, was das beste Kabarettprogramm mit
allen Größen der Szene, der Dauerbrenner „Kirche&Wirtshaus mit Pfiff“ oder das
„Sulzbach-Rosenberg International Musik-Festival“ (SRIMF) untermauern.
Derzeit wird das Wanderwegenetz von Siegfried Binder und
Helmut Hiltl komplett neu erfasst und markiert. Im Sommer soll dann eine eigene
neue Wanderkarte für Sulzbach-Rosenberg herauskommen.
Tischler gab noch einen Überblick über die Veranstaltungen in
diesem Jahr: Im Juli trifft sich der Tourismusverband Ostbayern zu seiner
Jahreshauptversammlung in Sulzbach-Rosenberg.
Klaus Faltenbacher blickte auf die Aktivitäten des
Stiber-Fähnleins zurück. Höhepunkte im Vereinsjahr waren natürlich das
Altstadtfest, aber auch die Organisation eines Mittelalter-Ostermarktes in
Schloss Theuern.
Kunst und Magie
Die Stiberer vertraten die Stadt unter anderem in Nürnberg bei der Eröffnung des
Paneuropa-Radwegs, beim Festzug des Nordgautags, beim Lückenschluss der A6 in
Wernberg und beim historischen romantischen Weihnachtsmarkt auf Schloss
Guteneck. Das diesjährige Mittelalterlager auf der Schanze am Altstadtfest steht
unter dem Motto „Schwarze Kunst und weiße Magie“.
Über 6000 Besucher
Der Rosenberger Krippenweg ist als Gliederung neu im Verkehrsverein. Laut
Sprecher Manfred Weiß konnte man sich über geschätzte 6000 Besucher freuen.
Voller Erfolg war, auch dank tatkräftiger Hilfe des Stiber-Fähnleins, der
Weihnachtsmarkt im Fischer-Garten. Auch heuer warten viele neue Ideen.
Museumsleiterin Edith Zimmermann stellte das Programm vor,
dieses Jahr komplett „Im Zeichen der Rose“: Der Schwerpunkt Rosenberg beinhaltet
u.a. die beiden Aktionstage zu „150 Ostbahn“ am 9. und 30. Mai sowie Eröffnung
der Löwenapotheke-Abteilung im Museum.

Von (mop) | 19.03.2009 | Netzcode: 1759312
Sulzbach-Rosenberg
Stiber-Fähnlein komplettiert Apothekerzimmer
Ab 9. Mai soll sie zu bestaunen sein: Die älteste Apotheke
Sulzbach-Rosenbergs. Im Stadtmuseum wird die ehemalige Löwen-Apotheke so
original wie möglich in einem eigenen Raum nachgebaut. Das ist das Ziel von
Werner Hedrich (rechts), 1. Vorsitzender des Fördervereins des Stadtmuseums.
Alte Gläser, Möbel, Verkaufstresen und andere Einrichtungsgegenstände der
Löwen-Apotheke aus den 1930er Jahren hat der Förderverein schon erworben. Doch
was bisher leider fehlte, war eine Kasse. Klaus Faltenbacher (Mitte),
Vorsitzender des Stiber-Fähnleins und Wolfgang Fischer erwarben nun dazu eine
passende historische Kasse. Dank dieser Stiber-Spende ist die Einrichtung des
Apothekenzimmers im Sulzbach-Rosenberger Stadtmuseum jetzt komple

03.03.2009
Kraft und Mut durch Stiber-Trunk
Sperber-Starkbierfest läutet
„Frühjahrskuren“ ein – Neuer Name für Doppelbock
Sulzbach-Rosenberg. (oy) Es ist vollbracht! In den Mauern der
Herzogstadt ging für Freunde des gehaltvollen Gerstensaftes im Brauereigasthof
Sperber die erste „Frühjahrskur“ mit Starkbier über die Bühne. Die süffigen
Objekte der Begierde waren am Samstag der Weizenbock „Herzog-
Christian-August-Weisse“ (8,2 Prozent Alkohol, 19 Prozent Stammwürze) und der
dunkle Doppelbock – erstmalig unter dem neuen Namen „Hauptmann-Stiber-Trunk“.
Historische Linie
Im letzten Jahr durfte die Bockbiergemeinde über einen Namen für den
untergärigen Doppelbock mit 7,8 Prozent Alkohol und 19,5 Prozent Stammwürze
abstimmen. Die Mehrheit entschied sich damals für den Namen „Hauptmann-Stiber-Trunk“
– passend zu den historischen Bezeichnungen einiger Sperber-Biere. Das Etikett
zeigt vorne Hauptmann Stiber in Landsknechtsuniform mit einem Bidenhänder
(Schwert für den zweihändigen Gebrauch) vor der historischen Stadtkulisse. Auf
dem Rückenetikett ist zu lesen: „Dem Geschlecht derer von Stiber zur Ehr ist
dieser Trunck eingebrauet, als diese die Stadt Sulzbach anno 1504 gegen die
übermächtigen Amberger erfolgreich verteidigten und so vor deren Vernichtung
bewahrten. So verleiht dieser Trunk noch heute unseren wehrhaften Bürgern Kraft
und Mut.“
Letzterer war auch nötig, verbunden mit einer gehaltvollen
Unterlage, um den beiden Böcken erfolgreich die Stirn bieten zu können. Die
Küche des Brauereigasthofes hatte dazu allerlei bierige Schmankerln
vorbereitetet. Dazu zählten unter anderem Bratwürschtl in Zoiglbier, Obatzda,
Bierkrustenbraten, Bierleber, Malzmeistersteak und eine Biersulz. So gewappnet
waren alle Zeichen auf „erfolgreicher Abend“ gestellt. Neben den Stammtischen
wie SOS, Hochspannung und Samstagsrunde schickten auch die Woizkirwapaare, die
Rosenberger Kirwaleit’, das Stiber- Fähnlein und die FG Knappnesia Abordnungen
ins Rennen.
Zünftige Klänge Für zünftige Wirtshausklänge sorgte die
dreiköpfige Kapelle D’Hoglbouchan aus Thonhausen. Bodenständige Musik und
traditionsreiche Lieder sind ihre Stärke. Gerade beim beliebten „Neikirchner“ (I
ho amal a Moidl kennt), der von variablen Textpassagen – gesungen von den Gästen
– lebt, spielten die jungen Musikanten ihr ganzes Können aus. Zur Unterhaltung
der Besucher hatte sich Bräu „Miraculix“ Christian Sperber wieder ein Quiz rund
um das Bockbier überlegt. Glücksfee Anna- Maria Sperber zog am Ende die
Gewinner. Über Gutscheine durften sich Sabine und Stefan Kleindienst sowie Gerd
Maluche freuen.

04.02.2009 | Netzcode: 1698198 Sulzbach-Rosenberg
Aktiv auch in Nachbarstädten
Stiber-Fähnlein bestätigt Vorstand -
Großes Programm für 2009 - Tatkräftige Jugendgruppe
Sulzbach-Rosenberg. "Alleine ist man kein Verein, dieser
lebt nur durch seine Mitglieder!", bekräftigte Klaus Faltenbacher: In seinem
Dank verwies der Stiber-Chef insbesondere auf alle Vorstandsmitglieder, die mit
ihrer unkomplizierten Zusammenarbeit vieles ermöglichten. Er vergaß auch nicht
die beiden Verantwortlichen der Jugendarbeit: Birgit Ostermann und Franziska
Kerscher, die jahrelang die "Kleinsten" betreut und jetzt die Verantwortung an
Judith Gruber übergeben haben.
Bei der Jahreshauptversammlung am historischen Ort in
Siebeneichen rief der Vorsitzende Zusammenarbeit, Zusammenhalt, Ideen und
Tatkraft zum Wohle des Vereins in Erinnerung zu rufen.
"Comitas Sulczpach"
In diesem Zusammenhang hob er auch die Jugendgruppe "Comitas Sulczpach"
(Grafschaft Sulczpach) unter Leitung von Daniel Butz hervor, die sich sehr
tatkräftig in den Verein einbringt und viele neue Impulse setzt. Zu den Stibern
gehören die "guten Geister" des Pflasterzollhauses, Heinz und Angelika Presl,
die dafür sorgen, dass Gäste und Besucher der Stadtführungen immer alles
blitzblank und sauber vorfinden.
Genauso ist die Gruppe der über 60-Jährigen, ohne die viele
Aktionen der Stiber nicht verwirklicht werden können, fester Bestandteil des
aktiven Vereinslebens.
Etwas besonderes ist der Tanzkreis Laetissime Saltemus, bei
dem nicht alle Mitglieder Teil der Historischen Gruppe sind und trotzdem alle
Aktionen ehrenamtlich mittragen. Stellvertretend dankte er hier Ursula Singer
als Leiterin des Tanzkreises.
Verlass auf Brauer
Auf Stefan Kalkbrenner, der mit seinen Braugesellen und seiner Brauerei immer
wieder einen Blickfang während der historischen Feste schafft, ist immer
Verlass. Auch seine nicht selbstverständliche Hilfsbereitschaft, nötige
Fahrzeuge und Material zur Verfügung zu stellen, wurde gewürdigt. Zum Schluss
sprach Klaus Faltenbacher noch ein großes Dankeschön an den 1. Bürgermeister
Gerd Geismann und die Stadt Sulzbach-Rosenberg mit ihren Einrichtungen aus, die
immer ein offenes Ohr für alle Anliegen hätten und unbürokratisch mit Rat und
Tat zur Seite stünden.
Viel Arbeit wartet
Bürgermeister Gerd Geismann dankte ebenfalls den Stibern im Namen der Stadt für
alle ehrenamtlichen Tätigkeiten und Aktionen und schwor sie auf künftige
Veranstaltungen ein: Nordgautag Amberg und geplante Veranstaltungen im Rahmen
der Metropolregion Nürnberg sowie künftige Sanierungsmaßnahmen.
Eine Präsentation der Veranstaltungen der letzten beiden Jahre
ließ die Stiber vergnügt auf ihr Schaffen zurückblicken. Highlight waren sicher
die historischen Aufführungen an den Altstadtfesten: 2007 mit dem Handwerk an
der Goldenen Straße und Kaufmannszug. 2008 lautete das Thema "Im Zeichen der
Rose" - Die Ritter zu Rosenberg und die Herren auf Königstein". Dieses Stück
Heimatgeschichte war von Sepp Lösch in Szene gesetzt und mit einem beachtlichen
Ritterschlag nach Originalvorlagen von Daniel Butz umgesetzt.
Wichtig war den Stibern auch die Unterstützung des ersten
barocken Festspiels in der an Geschichte so reichen Herzogstadt. Große
Heiterkeit kam bei den Bildern zu diesem Spiel auf, ist doch diese Art der
Bekleidung für die Stiber ziemlich ungewohnt.
Beim Lückenschluss dabei
Markant war sicher auch noch die Präsentation der Stadt Sulzbach durch das
Stiber-Fähnlein anlässlich des Lückenschlusses A6 Nürnberg-Prag - die Begrüßung
des Ministerpräsidenten Beckstein lässt sich, bedingt durch seine kurze
Amtsperiode, nicht mehr wiederholen.
Auch für 2009 sind wieder etliche Veranstaltungen geplant. So
nimmt neben dem Altstadtfest die Vorbereitung auf "1000 Jahre Kirchenreinbach"
bereits Formen an. Musik und Tanz des Mittelalters ist für den 28. März auf
Kultur-Schloss Theuern geplant. Die Wallensteinfestpiele der Nachbarstadt
Altdorf stehen dieses Jahr wieder an.
Für 975 Jahre Amberg werden zwei Veranstaltungen auf alle
Fälle von den Stibern begleitet. Dazu kommen das Brunnenfest im August und der
Nordgaufestzug im Juni. In diesem Jahr hat der rührige Verein also wieder
einiges vor!
Weitere Informationen im Internet: http://www.stiber-faehnlein.de

Von (ful) | 13.01.2009 | Netzcode: 1671526 Sulzbach-Rosenberg
Stiberer spendabel für Krippenweg
Der Rosenberger Krippenweg hat sich auch heuer als wahrer
Volltreffer erwiesen. Besucherscharen ließen sich vor allem an den Feiertagen
von der stimmungsvollen Atmosphäre im Dorf begeistern. Neben dem ehrenamtlichen
Organisationsteam braucht es aber auch die Unterstützung vieler Freunde, um
jedes Jahr wieder neue Krippen präsentieren zu können. Die historische Gruppe
Stiber-Fähnlein steht dem Krippenwegteam immer mit Rat und vor allem Tat zur
Seite. So beteiligte sich das Stiber-Fähnlein auch an der Eröffnungsfeier. Den
Reinerlös aus dem Waffel-, Mistel- und Pilzeverkauf übergab 1. Vorsitzender
Klaus Faltenbacher (links) an Krippenweg-Sprecher Manfred Weiß. Gemeinsam werden
die beiden Gruppen auch 2009 eng zusammenarbeiten. Bild: ful

Von (sta) | 12.01.2009 | Netzcode: 1669576 Amberg-Sulzbach
>>> Link
Schlange stehen fürs neue Jahr
Landrat und seine drei Stellvertreter beim
Begrüßungs-Marathon - Potenzial für Krisenbewältigung
Amberg-Sulzbach. (sta) Draußen regierte arktische Kälte und
drinnen wurde die Luft allmählich dünner. Denn rund 400 Gäste waren am Sonntag
der Einladung von Landrat Richard Reisinger zum Neujahrsempfang in das ehemalige
Zeughaus in Amberg gefolgt. Sie wurden trotz extra langer Wartezeit beim
Begrüßungs-Komitee durch eine mit humorvollen Noten gewürzte Rede und durch eine
gute Küche bei Laune gehalten.
In Erwartung des Ansturms reihten sich deshalb die ersten
Besucher bereits eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn ab 10 Uhr in die
eine bedrohliche Länge annehmende Warteschlange ein.
Zur Verstärkung hatte Landrat Richard Reisinger seine drei
Stellvertreter Franz Birkl (CSU), Richard Gaßner (SPD) und Martin Weiß (FW) um
sich geschart, um gemeinsam die besten Wünsche zum neuen Jahr entgegenzunehmen
und gleichfalls zu verteilen.
Jede Hand wollte persönlich geschüttelt und jedes Wort gut
aufgenommen sein. Mit der gleichen Geduld, mit der das Landräte-Quartett diese
anstrengende Zeremonie absolvierte, kämpften sich auch die anstehenden Besucher
Schritt für Schritt dem Festsaal näher. Es ging schon auf 11.40 Uhr zu, als
die Trommelschläge der mittelalterlich gewandeten historischen Gruppen Stiber
Fähnlein und Cantus Ferrum den Hirschauer Musikzug verstummen und den
Landrat das Redemanuskript zücken ließen. Nur gut, dass bis dahin die Versorgung
mit kühlen Getränken reibungslos geklappt hatte, denn die Menschenmassen im Saal
ließen die Frischluftzufuhr bald knapp werden.
Und so galoppierte Reisinger bei seiner Zeitreise geschwind
durchs neue Jahr, wunderte sich mit Hubert von Goisern "wia die Zeit vergeht",
wünschte "ein gottgesegnetes neues Jahr", das "reichlich Gesundheit, Lebensglück
und Humor" bescheren solle und gab sich zuversichtlich, dass die Oberpfälzer ein
gesundes Maß an Unerschütterlichkeit besitzen, das gutes Potenzial gibt für
Krisenbewältigung.
Küche und Böller
Kaum war das letzte "Glück auf" verklungen, donnerte es draußen im Rosenhof
bereits in kristallklarer Wintersonne, als die Böllerschützen dem neuen Jahr mit
Donner und Pulverdampf die Ehre erwiesen. Derweil hatte Küchenchef Hans Luber
vom St.-Anna-Krankenhaus mit seiner Mannschaft bereits die Kochtöpfe geöffnet,
um bei Kartoffelsuppe, Kalbsgulasch, Lasagne, Canneloni und Topfenstrudel in
eine von guten Gesprächen begleitete verlängerte Mittagspause zu führen.
