Im Rahmen der Vorbereitungen auf
die Landesausstellung 2003 in Amberg führt die Stadt Amberg eine ungewöhnliche
Werbekampagne durch.
Friedrich V.
geb. 16. August 1596
gest. 29. November 1632
Ein Kurfürst an der Schwelle zum 30-jährigen Krieg.
Als der calvinistische Kurfürst Friedrich in den
regnerischen Nebel eines Oktobertag 1619 von Heidelberg nach Böhmen ritt,
waren in ganz Europa die Signale auf Krieg gestellt: Seine Bereitschaft
sich zum König von Böhmen wählen zu lassen und sich damit gegen den
gerade gewählten katholischen Kaiser Ferdinand I. zu stellen, war
entscheidend für die folgenden Entwicklungen, die zum 30 jährigen Krieg
führten.
Allerdings währte seine Herrschaft nur von September
1619 bis November 1620 eben einen Winter, was Ihm den Beinamen „Winterkönig“ verschaffte.
Diesen Ritt ca. 310 km als große Tat darzustellen und
ihn in Intervallen nachahmen, wird den Beteiligten hoffentlich nicht in
seiner Gesamtheit gelingen, da angeblich bei der Ankunft in Amberg die
begleitenden Läufer und auch das Pferd tot zusammenbrachen.
Die Stadt Sulzbach-Rosenberg wird die Gruppe um den Kurfürsten
Friedrich V, umrahmt von der Historischen Gruppe Stiber Fähnlein am 4.
Oktober gegen 13 Uhr auf dem Festgelände, An der Schanze (Allee)
empfangen. Die Delegation ist dann bereits den 4 Tag unterwegs. Aufbruch
ist am 1.10. in Heidelberg, die einzelnen Stationen führen über
und enden gegen 17 Uhr in Amberg.
Vor
der Mittelalterlichen Kulisse auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei
Bayerischer Hof, wird der historischen Gesellschaft und auch Ihren
vierbeinigen Gefährten ein gebührenden Empfang bereitet werden.
Für die
interessierte Bevölkerung wird ein Infostand auf die Bayerische
Landesausstellung 2003 „Der Winterkönig“ hinweisen.
Selbstverständlich
wird auch an die Verköstigung der Bevölkerung gedacht. Ab 12 Uhr stehen
Bratwürst`l vom Rost und Getränke, und Kaffee und Kuchen bereit.