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Von (upl/as) | 08.05.2008 | Netzcode: 1371315
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| Amberg/Tirschenreuth |
Der Zauber des Anfangs
Reisinger als Amberg-Sulzbacher Landrat eingeführt
Amberg/Tirschenreuth. (upl/as) Tag der Wechsel in der
Oberpfalz: In den Landratsämtern in Amberg und Tirschenreuth hatten am Mittwoch
die neu gewählten Landräte ihren großen Auftritt. In Amberg wurde Richard
Reisinger (CSU) feierlich ins Amt eingeführt, in Tirschenreuth Wolfgang Lippert
(Freie Wähler) vereidigt.
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Der neue Amberg-Sulzbacher Landrat Richard
Reisinger hinter dem Wappen von Sulzbach-Rosenberg. Der CSU-Politiker
freute sich über den Besuch der historischen Gruppe "Stiber Fähnlein" aus
seiner Heimatstadt. Bild: Unger
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Reisinger (43) strahlte im Garten des Kurfürstlichen Schlosses
in Amberg mit der Sonne um die Wette. "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne",
zitierte er vor rund 300 geladenen Gästen im König-Ruprecht-Saal den
Schriftsteller Hermann Hesse. "Lassen Sie mir noch ein bisschen diesen Zauber
des Anfangs."
Er werde noch eine Zeit lang parallel zu seinem neuen Amt am
Sulzbach-Rosenberger Gymnasium unterrichten und sicher eine gewisse Zeit der
Einarbeitung brauchen. Eine Frau habe ihm gesagt: "Wir haben Sie gewählt, weil
Sie so normal sind." So appellierte Reisinger an die Gäste: "Achten Sie darauf,
dass ich so normal bleibe."
Zuvor verabschiedete Regierungsvizepräsident Johann Peißl Landrat a. D. Armin
Nentwig (64, SPD). Mehr als 30 Jahre lang habe er sich in kommunalen und
staatlichen Ämtern dafür eingesetzt, die Lebensqualität im Landkreis
Amberg-Sulzbach zu verbessern. Dafür gebühre ihm Dank und Anerkennung. Reisinger
überreichte Nentwig zum Abschied eine Replik des Goldenen Buches des
Landkreises. Nach den Reden gab es einen Empfang im Rosengarten des
Landratsamtes. |
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Von (sta) | 08.05.2008 | Netzcode: 1371755
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| Amberg-Sulzbach |
Bei Bohlen gescheitert
Landrat Richard
Reisingers humorvolle Antrittsrede
Armin Nentwig und Richard Reisinger hatten gemeinsam geladen
zu Abschied und Einführung. Ein "harmonischer" Amtswechsel, dem Reisinger mit
seiner Antrittsrede einige humorvoll-hintergründige Momente bescherte. Hier
einige Kostproben:
"Für diese Arbeit habe ich einen zeitlich begrenzten Auftrag für sechs Jahre
bekommen (...). Ich werde mich hier zwar bald als Hausherr fühlen, aber
gleichzeitig auch immer als ein Gast mit vorübergehender
Aufenthaltsgenehmigung."
"Meinen Mitarbeitern habe ich bereits ans Herz gelegt (...), mich nicht unnötig
als ,Herrn Landrat' zu hofieren oder mir zu viele unglaubwürdige Komplimente zu
machen, da ich sonst eines Tages Gefahr laufe, zu glauben, ich sei wirklich der
Größte, der Beste und unersetzlich und unfehlbar."
"Spötter prophezeihten ja im Vorfeld der Wahl: ,Wenn Reisinger Landrat wird,
finden die Kreistagssitzungen in der Martinsbasilika statt.' Ich kann Sie
beruhigen, wir treffen uns morgen am gewohnten Sitzungsort."
"Ich habe mir in den letzten Wochen sehr oft die Frage gestellt: ,Bin ich
wirklich normal?' Die Antwort bin ich mir bis heute selbst noch schuldig
geblieben."
"Bei ,Deutschland sucht den Superstar' wäre ich wohl schon in der ersten Runde
an Dieter Bohlen gescheitert.
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