Patenbitten Kulturverein Deberndorf in Sulzbach - 23.03.2003
Ansprache 1. Vorstand Klaus Faltenbacher
Liebe
Freunde, liebe Gäste, liebe Vereinsmitglieder
Wir
freuen uns, dass Ihr die lange, gewachsene Freundschaft zwischen Euch und Uns
heute mit einer Patenschaft besiegeln wollt.
Gerne
nehmen wir Euer Begehr und Eure Bitte an,
mit
Euch eine Patenschaft einzugehen.
Wir
des Hauptmanns Albrecht Stiber Mannen und Frauen
heißen
Euch dazu herzlich willkommen in der Oberen Pfalz.
Euren
Vicedomus Bernd Obst und seine Gemahlin,
den
geschichtskundigen Pfleger Krämer .
Kurt
Augustin und Robert List
das
gesamte Gefolge und alle anderen Reisigen.
Stolz
sehen wir in unserer Mitte unseren 1.Bürgermeister und seine Gemahlin, ,
den
Magistrat der altehrwürdigen Herzogstadt Sulzbach
unseren
geschichtskundigen Pfleger Dr. Markus Lommer
Fred
Tischler, Oberster für alle Reisigen
die
dieses Ereignis mit Ihrer Gegenwart bestärken.
Diese
Patenschaft ist uns wichtig
Doch
denkt daran und überlegt Euch den Schritt genau,
gewachsenes
wird vertieft, neues werden wir erleben
Die
gegenseitige Achtung
Die
gegenseitige Hilfe
Und
die gegenseitige Unterstützung.
Doch
nun lauschet, was ich Euch noch zu sagen habe:
Begehret
nicht unser Weibsvolk,
so
werden wir das Eure nicht begehren.
Haltet
vor allem diese feurigen Ungeheuer im Zaume,
die
gar fürchterliche Feuerstösse gen Himmel schicken.
Bedecket
eure Füße, denn merket,
Ihr
wandelt hier auf städtischem Boden
und
nicht auf bäuerlichen Fluren.
Hütet
Euere Verpflegung vor diebischem Gesindel,
denn
von nun an fordern wir den Zent von Euch.
Aber
bei strenger Straff` ist es verboten, hier Knoblauch einzuführen.
Mit
diesen kurzen Regularien soll alles gesagt sein und aus einer langjährigen
Freundschaft eine langjährige Patenschaft werden.
Wie
Ihr bemerkt, lassen wir Euch nicht auf Scheiten knien!
Ihr
hättet uns das nie verziehen.
Dennoch:
Um
ganz sauber und rein in diese Patenschaft einzugehen
und
beide Vereine vor der gefürchteten Maul – und Klauenseuche
zu
verschonen und zu schützen,
werdet
Ihr Uns -
und Wir Euch
die
Füße mit Eurer Cadolzburger Seife waschen,
und
das Maul mit dem Maultuch reinigen.
Erst
dann nehmt teil an unserer gemeinsamen reich bestückten Tafel.
gegeben
zu Sulzbach am 22.März 2003
Historische
Gruppe Stiber – Fähnlein