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Bekanntmachung: 23.07. Laetissime Saltemus Kastenbauerhaus -- 19.-21.08.16.Cave Gladium Furth i.Wald -  17.-18.9.16 Stollenfest Bergbaustollen Max

Von der bronzezeitlichen Siedlung zum Industriedorf

Geschichte des Stadtteils Rosenberg

zusammengestellt von Wolfgang Fischer, ergänzt von Armin Binder

1200 - 800 v. Chr. Auf dem Schlossberg befand sich eine Ansiedlung, die der Urnenfelderzeit zugeordnet werden kann. (Tonscherben gesammelt von F. Leja und M. Moser 1957, heute im Museum Regensburg)(1) 
800 - 450 v. Chr. Wahrscheinlich wurde der Schlossberg auch in der nachfolgenden Hallstattzeit als Wohnplatz genutzt.(2)
um 1100 vermutliche Entstehung einer Burg durch ein Sulzbacher Ministerialengeschlecht, das im Wappen eine Rose führte und sich später nach Königstein (eine jüngere Gründung dieser Ministerialen) nannte. Die Burg bleibt bis zum Erlöschen dieses Geschlechts (Ullrich II. von Königstein wird am 22.08.1252 letztmalig genannt) in deren Besitz. 
Durch Erbschaft ging die Burg dann an Walter Schenk von Klingenburg über, der die Tochter Elisabeth des letzten Königsteiners geheiratet hatte. (3)
6. Mai 1253 erste urkundliche Erwähnung, 
Die Burg "Rosenberch" wird erstmalig genannt, als Walter Schenk von Klingenburg am 6. Mai 1253 zu Dollnstein die Burg an Graf Gebhard VII. von Hirschberg übergibt.
Link Chronik Reicheneck

 

1305 Nach dem Tode des letzten Grafen von Hirschberg, Gebhard VII., kam es zu Erbstreitigkeiten, die durch ein Schiedsgericht beendet werden. Das "Reichslehen" Rosenberg erhalten die bayrischen Herzöge zugesprochen: ".....neben Amt Sulzbach auch das Unteramt und die Veste Rosenberg"
König Albrecht I. belehnte dann 1307 die oberbayerischen Herzöge Rudolf und Ludwig u.a. auch mit dem "castrum Rosenberg", das einst ihr Onkel Graf Gebhard VII. von Hirschberg als Lehen besaß. 
Von 1314 ab vergeben die Herzöge von Bayern die Burg als Lehen. Die Lehnsherren erwerben sich später dann auch Teilbesitzrechte. 
Heinrich Lengenfelder wird als erster Burgmann zu Rosenberg genannt. (4)
Link
Hirschberg
10. November 1313 Bei der Schlacht zu Gammelsdorf unter dem Landesfürsten Kaiser Ludwig der Bayer, nahmen auch Rosenberger Ritter teil. Diese waren: 
Friedrich der Frank v. Rosenberg 
Heinrich Lengfelder v. Rosenberg 
der alte und der junge Löhlein von Sulzbach.
Quelle: Löhlein http://www.gammelsdorf.de/schlacht.htm   (13)
1320 urkundliche Erwähnung einer Kirche "St. Barbara" zu Siebeneichen
1326 Erstnennung Rosenbergs als herzogliches Urbarsamt
Im Herzogsurbar des Viztumsamtes Burglengenfeld von ca. 1326 wird Rosenberg als herzogliches Urbarsamt genannt. Es wird wohl schon einige zeit vorher diesen Rang als Verwaltungsmittelpunkt in der Herrschaft Sulzbach erhalten haben. (4)
1366/68 Im "Böhmischen Salbüchlein", das in den Jahren 1366/68 entstanden ist, wird die Burg "Rosemberg" mit  "2 Turner, 4 Wachter, 1 Torwertel, 1 Koch und 6 Gewappnet zu fuzzen" besetzt erwähnt

Im Salbüchlein erste Erwähnung des Hammers zu Rosenberg ("Albrecht Hutkapfer auf dem hamer zu Rosemberg").(5)

7. Januar 1387 Peter Behaimb siegelt mit anderen Unterzeichnern die "Große Hammereinung" (6)
1481 Rosenberg wird Hofmark
1495 Albrecht Stieber von Buttenheim erwirbt das Lehen Rosenberg. Er ist Landrichter und Pfleger zu Sulzbach. Seine Söhne Sebald und Sebastian leiten 1504 die erfolgreiche Verteidigung der Stadt Sulzbach im Landshuter Erbfolgekrieg.

Albrecht Stieber, gest. am 8. August 1504 / 
Schreibweise Stiebar oder Stieber von Buttenheim (8)

1497 Balthasar Doles, Schwiegersohn des Hammerherren Jakob Sauerzapf (verheiratet mit Agnes Sauerzapf), bringt bis 1497 den Rosenberger Hammer in seinen Besitz (erwirbt von Paul Sauerzapf 1/4 Anteil). Er nimmt die Rose als Wappen an, die dann zum Warenzeichen der Rosenberger Erzeugnisse wird. (7)
im 15 Jhd. Edelmannsitz der Kemnather (zweiter herrschaftlicher Sitz neben der Burg in Rosenberg) bestehend aus zwei Höfen, vier Soldengütern und einer Mühle.

 Bau der Johanniskirche

um 1520 Erwähnung einer Synagoge, der jüdischen Gemeinde Sulzbach, auf der Rosenberger Burg,
1542 Pankratz Stieber erlässt zusammen mit der Ortsgemeinde Rosenberg die älteste bekannte Gemeindeordnung Rosenbergs, die 1545 um einige Punkte erweitert wird. (9)
1543 Die Hofmark Rosenberg geht an Sebastian Erlbeck zu Kirchensittenbach auf Großalbershof über. (10)
1560 älteste bekannte Abbildung der Rosenburg, in der Mitte der massive Bergfried mit dem Hauptgebäude, Wehrmauern schützen die Gebäude mit Vorhof und Torturm zum Dorf Rosenberg hin. Plan Rosenberg
1583 Benennung des ersten Rosenberger Pfarrherrn - Mathias Prey 
Tod des Wolf Erlbeck, zur Hofmark Rosenberg gehörten zwei Höfe, vierzehn Güter und ein Wirtshaus, sowie Güter in Breitenbrunn, Lohe, Aichazandt und Buchhof.
1584 - bis 1800  Rosenberg geht an den Pfalzgrafen Ottheinrich II und blieb bis 1800 in fürstlichem Privatbesitz
1631 der Hammer zu Rosenberg wird fürstlicher Privatbesitz
1651 Erhard Lang wird erster (evangelischer) Lehrer
1656  Bau / Reparatur des "Schlößlein Philippsburg", beim Rosenberger Hammer durch Pfalzgraf Christian August von Sulzbach, so entstand wieder ein herrschaftliches Gebäude in Rosenberg. Ebenso setzt er den Hammer zu Rosenberg wieder in Betrieb, der in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges seinen Betrieb eingestellt hatte. (11)
26. Aug. 1683 Eröffnung des Gasthauses zur Waage durch Tafernwirt Wilhelm Thurn
1737  die Güter Rosenberg, Philipsburg und Lohe kommen an den Sulzbachischen Kanzler Johann Georg von Korb - 1752
1738 Kanzler Johann Georg von Korb errichtet ein Brauhaus in Rosenberg
1752 Auf dem Rosenberger Hammer wird eine Fayence-Manufaktur eingerichtet, die bis 1774 in Betrieb bleibt. Gründer ist der Brenner, Dreher und Maler Andreas Herbst und der Maler Christian Gottlieb Otto. (12)
1785 Bau des Lustschlosses "Franziskaruh" unterhalb der Ruinen des Rosenberger Schlosses, durch die Pfalzgräfin Maria Franziska Dorothea, Mutter des bayerischen Königs Maximilian I. 
(9 S. 161)
Franziska Ruh
1789 Anstelle des verfallenen Hammers richtet Anton Caspar eine Papierfabrik ein. - 1855
Mitte 18. Jhd Eröffnung des Gasthauses Spitzermühle
1861 Rosenberg zählt 572 Einwohner
17. Mai 1853  Gründung der Eisenwerksgesellschaft Maximilianshütte in Haidhof, Ansiedlung in Rosenberg 1863
1877 Einweihung des Bahnhofes Rosenberg
1893  Eröffnung des Gasthofes "Zur Rose" später Schregelmann/Hackelwirt
23.Okt. 1899 Weihe der kath. Herz-Jesu Kirche
4. Feb. 1909 Katastrophenhochwasser
1914 Dr. Heinrich Fuchs, erster niedergelassener Arzt in Rosenberg
1923 Bau des Rathauses
1925  Beitritt zum Bayerischen Städtebund
1927  eigenes Gemeindewappen Wappen Rosenberg
6. Okt. 1929  Einweihung des Kriegerdenkmals auf dem Schlossberg
1931 Eröffnung der Löwenapotheke
1933  Rosenberg zählt 3701 Einwohner
1934  Eröffnung des Schwimmbades in Oberschwaig
7. April 1934  die ehemals reichste Industriegemeinde Bayerns, Rosenberg, wird mit der Bergstadt Sulzbach zur 

Stadt Sulzbach-Rosenberg vereinigt.

Von nun an führt die Stadtgeschichte  Sulzbach-Rosenbergs weiter

 

Quellennachweis:

Braunsche`Chronik, 
Eisenerz und Morgenglanz, ISBN 3-924350-66-3 B1
Heimatgeschichtlicher Führer durch Rosenberg, Karl Zwack

(1)Armin Stroh, die Vor- und Frühgeschichtlichen Geländedenkmäler der Oberpfalz, Textband, S. 125; Dr. Armin Stroh, Bericht der vorgeschichtlichen Abteilung des Museums Regensburg vom 1.1.1957-31.1.1958, in: VHVO 98, 1957

(2) Karl Zwack, Heimatgeschichtlicher Führer durch Rosenberg 1953; Fritz Metz, Sulzbach-Rosenberger Heimat- und Wanderbuch, 1969, S. 83.

(3) Stoiber, die Hofmark Rosenberg und Großalbershof,, in : Eisenerz und Morgenglanz I, S. 153; Voit, Kloster Engelthal, S. 15

(4) Piendl, HAB Herzogtum Sulzbach, S. 54; Stoiber, Eisenerz und Morgenglanz, S. 153, Karl Zwack, Heimatgeschichtlicher Führer durch Rosenberg,

(5) Schnelbögl, Das "Böhmische Salbüchlein" Kaiser Karl IV. über die nördl. Oberpfalz 1366/68, S.105/6, 123,

(6) Ress, VHVO 91, S. 129f

(7) Nikol, Der Hammer Rosenberg, in Die Oberpfalz 2/72

(8) Otto Graf von Seefried, Aus dem Stiebar-Archiv, 1953; Frhr; von Gumppenberg, Der bayerische Krieg vom Jahr 1504, in VHVO 24, 1879

(9) Stoiber,  Eisenerz und Morgenglanz S. 155,

(10) Piendl, HAB Herzogtum Sulzbach S. 55; Stoiber,  Eisenerz und Morgenglanz S. 155,

(11) Staatsarchiv Amberg, Sulzbach Stadt- und Landgericht Nr. 523, I/21/22

(12) Führungsheft zur Sonderschau "Pfälzische Fayencen aus Sulzbach 1752-1770/74" im Städt. Reiss-Museum Mannheim 1982

(13) http://www.gammelsdorf.de/schlacht.htm   
Herzog Ludwig hatte keine Ausgaben gescheut und in Oberbayern und im Nordgau Bundesgenossen geworben; hier kämpften von den niederbayerischen Rittern nur die Herren von Wildenberg und von Thurn; über die nordgauischen (oberpfälzer) Ritter weiß man gut Bescheid: Seyfried von Schweppermann erhielt von Herzog Ludwig 300 Pfund Pfennig für das „gerit" (Anreiten mit vorgestreckter Lanze) bei Gammelsdorf, 1322 in der Schlacht von Ampfing war er wieder Heerführer Ludwigs (Jedermann ein Ei, dem braven Schweppermann aber zwei): Dietrich von Flügelsburg bei Riedenburg, Friedrich von Eschenbeck, Ritter Polwein Winzerer von Winzer a.d.Donau bei Regensburg, Ulrich der Neuenburger, Markwart und Heinrich der Zenger von der Trausnitz im Nordgau, Konrad der Zenger, Heinrich der Geiganter bei Waldmünchen, Konrad von Hohenfels, Hermann von dem Turm, Konrad von Schlüsselburg (Bistum Bamberg) - in der Schlacht von Ampfing führte er wieder auf der Seite Ludwigs das Reichsbanner; Bertold von Graisbach, Weigel von Trausnitz-Vitzthum der Oberpfalz, Rudger von Wartberg bei Neunburg vorm Wald - er verlor in der Schlacht sein Pferd, Heinrich der Dachsholerer, Rudiger der Puntzinger erobert das feindliche Banner, Gottfried der Satzenhofer, Heinrich der Ayhaher, Rudger und Konrad der Kemnather, Heinrich der Truchseß von Hirschau, Ludwig der Aerbe verlor ebenfalls ein Pferd; Friedrich der Frank (bei Sulzbach), Heinrich der Lengenfelder (bei Sulzbach), der alte und der junge Löhlein zu Sulzbach, Friedrich von Breitenstein, Heinrich von Raidenpuch, Hans Ebran von Wildenberg mit zweien seiner Brüder und seinem Sohn Ulrich (bei Abensberg), der Sneberger von Taunstein und andere Taunsteiner, Heinrich von Ehrenfels und sein Vetter Konrad der Seft; dazu kamen noch Eberhard von Wirtenberg, Bernhard von Neiffen-Heinrich und Wilhelm, Marschalken von Biberach aus der habsburgischen Grafschaft Burgau, die trotzdem zu Ludwig hielten; insgesamt sollen es etwa 400 geharnischte Ritter gewesen sein und dazu die dreifache Zahl riesiger Knechte, die das Schwert führten und ebenso viele Fußknechte mit Piken, Armbrust oder Bogen, dazu etwa 600 Wagen;

 
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Stand: 25. April 2016     

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