| 1200 - 800 v. Chr. |
Auf dem Schlossberg befand sich eine
Ansiedlung, die der Urnenfelderzeit zugeordnet werden kann. (Tonscherben
gesammelt von F. Leja und M. Moser 1957, heute im Museum Regensburg)(1) |
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| 800 - 450 v. Chr. |
Wahrscheinlich wurde der Schlossberg auch in
der nachfolgenden Hallstattzeit als Wohnplatz genutzt.(2) |
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| um 1100 |
vermutliche Entstehung einer Burg durch ein Sulzbacher
Ministerialengeschlecht, das im Wappen eine Rose führte und sich später
nach Königstein (eine jüngere Gründung dieser Ministerialen) nannte.
Die Burg bleibt bis zum Erlöschen dieses Geschlechts (Ullrich II. von
Königstein wird am 22.08.1252 letztmalig genannt) in deren Besitz.
Durch Erbschaft ging die Burg dann an Walter Schenk von Klingenburg über,
der die Tochter Elisabeth des letzten Königsteiners geheiratet hatte. (3) |
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| 6. Mai 1253 |
erste urkundliche Erwähnung,
Die Burg "Rosenberch" wird erstmalig genannt, als Walter Schenk
von Klingenburg am 6. Mai 1253 zu Dollnstein die Burg an Graf Gebhard VII.
von Hirschberg übergibt. |
Link Chronik Reicheneck |
| 1305 |
Nach dem Tode des letzten Grafen von
Hirschberg, Gebhard VII., kam es zu Erbstreitigkeiten, die durch ein
Schiedsgericht beendet werden. Das "Reichslehen" Rosenberg
erhalten die bayrischen Herzöge zugesprochen: ".....neben Amt
Sulzbach auch das Unteramt und die Veste Rosenberg".
König Albrecht I. belehnte dann 1307 die oberbayerischen Herzöge Rudolf
und Ludwig u.a. auch mit dem "castrum Rosenberg", das
einst ihr Onkel Graf Gebhard VII. von Hirschberg als Lehen besaß.
Von 1314 ab vergeben die Herzöge von Bayern die Burg als Lehen. Die Lehnsherren
erwerben sich später dann auch Teilbesitzrechte.
Heinrich Lengenfelder wird als erster Burgmann zu Rosenberg genannt. (4) |
Link
Ahnentafel
Hirschberg |
| 10. November 1313 |
Bei der Schlacht zu Gammelsdorf unter dem
Landesfürsten Kaiser Ludwig der Bayer, nahmen auch Rosenberger Ritter
teil. Diese waren: |
| 1320 |
urkundliche Erwähnung einer Kirche "St.
Barbara" zu Siebeneichen |
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| 1326 |
Erstnennung Rosenbergs als herzogliches
Urbarsamt
Im Herzogsurbar des Viztumsamtes Burglengenfeld von ca. 1326 wird
Rosenberg als herzogliches Urbarsamt genannt. Es wird wohl schon einige
zeit vorher diesen Rang als Verwaltungsmittelpunkt in der Herrschaft
Sulzbach erhalten haben. (4) |
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| 1366/68 |
Im "Böhmischen Salbüchlein", das
in den Jahren 1366/68 entstanden ist, wird die Burg "Rosemberg"
mit "2 Turner, 4 Wachter, 1
Torwertel, 1 Koch und 6 Gewappnet zu fuzzen" besetzt erwähnt
Im Salbüchlein erste Erwähnung des Hammers zu Rosenberg
("Albrecht Hutkapfer auf dem hamer zu Rosemberg").(5)
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| 7. Januar 1387 |
Peter Behaimb siegelt mit anderen
Unterzeichnern die "Große Hammereinung" (6) |
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| 1481 |
Rosenberg wird Hofmark |
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| 1495 |
Albrecht Stieber
von Buttenheim erwirbt das Lehen Rosenberg. Er ist Landrichter und Pfleger zu Sulzbach.
Seine Söhne Sebald und Sebastian leiten 1504 die erfolgreiche Verteidigung der Stadt Sulzbach im Landshuter Erbfolgekrieg.
Albrecht Stieber, gest. am 8. August 1504 /
Schreibweise Stiebar oder Stieber von Buttenheim (8)
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| 1497 |
Balthasar Doles, Schwiegersohn des
Hammerherren Jakob Sauerzapf (verheiratet mit Agnes Sauerzapf), bringt bis
1497 den Rosenberger Hammer in seinen Besitz (erwirbt von Paul Sauerzapf
1/4 Anteil). Er nimmt die Rose als Wappen an, die dann zum Warenzeichen
der Rosenberger Erzeugnisse wird. (7) |
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| im 15 Jhd. |
Edelmannsitz der Kemnather (zweiter
herrschaftlicher Sitz neben der Burg in Rosenberg) bestehend aus zwei
Höfen, vier Soldengütern und einer Mühle.
Bau der Johanniskirche |
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| um 1520 |
Erwähnung einer Synagoge, der jüdischen
Gemeinde Sulzbach, auf der Rosenberger Burg, |
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| 1542 |
Pankratz Stieber erlässt zusammen mit der
Ortsgemeinde Rosenberg die älteste
bekannte Gemeindeordnung Rosenbergs, die 1545 um einige Punkte erweitert
wird. (9) |
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| 1543 |
Die Hofmark Rosenberg geht an Sebastian
Erlbeck zu Kirchensittenbach auf Großalbershof über. (10) |
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| 1560 |
älteste bekannte Abbildung der
Rosenburg, in der Mitte der massive Bergfried mit dem Hauptgebäude,
Wehrmauern schützen die Gebäude mit Vorhof und Torturm zum Dorf
Rosenberg hin. |
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| 1583 |
Benennung des ersten Rosenberger Pfarrherrn -
Mathias Prey
Tod des Wolf Erlbeck, zur Hofmark Rosenberg gehörten zwei Höfe, vierzehn
Güter und ein Wirtshaus, sowie Güter in Breitenbrunn, Lohe, Aichazandt
und Buchhof. |
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| 1584 - bis 1800 |
Rosenberg geht an den Pfalzgrafen Ottheinrich
II und blieb bis 1800 in fürstlichem Privatbesitz |
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| 1631 |
der Hammer zu Rosenberg wird fürstlicher
Privatbesitz |
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| 1651 |
Erhard Lang wird erster (evangelischer)
Lehrer |
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| 1656 |
Bau / Reparatur des "Schlößlein Philippsburg",
beim Rosenberger Hammer durch Pfalzgraf Christian August von Sulzbach, so entstand wieder ein herrschaftliches Gebäude in
Rosenberg. Ebenso setzt er den Hammer zu Rosenberg wieder in Betrieb, der
in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges seinen Betrieb eingestellt
hatte. (11) |
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| 26. Aug. 1683 |
Eröffnung des Gasthauses zur Waage durch
Tafernwirt Wilhelm Thurn |
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| 1737 |
die Güter Rosenberg, Philipsburg und Lohe
kommen an den Sulzbachischen Kanzler Johann Georg von Korb - 1752 |
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| 1738 |
Kanzler Johann Georg von Korb errichtet ein
Brauhaus in Rosenberg |
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| 1752 |
Auf dem Rosenberger Hammer wird eine Fayence-Manufaktur
eingerichtet, die bis 1774 in Betrieb bleibt. Gründer ist der Brenner,
Dreher und Maler Andreas Herbst und der Maler Christian Gottlieb Otto.
(12) |
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| 1785 |
Bau des Lustschlosses "Franziskaruh"
unterhalb der Ruinen des Rosenberger Schlosses, durch die Pfalzgräfin
Maria Franziska Dorothea, Mutter des bayerischen Königs Maximilian I.
(9 S. 161) |
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| 1789 |
Anstelle des verfallenen Hammers richtet
Anton Caspar eine Papierfabrik ein. - 1855 |
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| Mitte 18. Jhd |
Eröffnung des Gasthauses Spitzermühle |
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| 1861 |
Rosenberg zählt 572 Einwohner |
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| 17. Mai 1853 |
Gründung der Eisenwerksgesellschaft
Maximilianshütte in Haidhof, Ansiedlung in Rosenberg 1863 |
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| 1877 |
Einweihung des Bahnhofes Rosenberg |
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| 1893 |
Eröffnung des Gasthofes "Zur Rose"
später Schregelmann/Hackelwirt |
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| 23.Okt. 1899 |
Weihe der kath. Herz-Jesu Kirche |
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| 4. Feb. 1909 |
Katastrophenhochwasser |
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| 1914 |
Dr. Heinrich Fuchs, erster niedergelassener
Arzt in Rosenberg |
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| 1923 |
Bau des Rathauses |
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| 1925 |
Beitritt zum Bayerischen Städtebund |
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| 1927 |
eigenes Gemeindewappen |
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| 6. Okt. 1929 |
Einweihung des Kriegerdenkmals auf dem
Schlossberg |
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| 1931 |
Eröffnung der Löwenapotheke |
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| 1933 |
Rosenberg zählt 3701 Einwohner |
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| 1934 |
Eröffnung des Schwimmbades in Oberschwaig |
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| 7. April 1934 |
die ehemals reichste Industriegemeinde
Bayerns, Rosenberg, wird mit der Bergstadt Sulzbach zur
Stadt Sulzbach-Rosenberg vereinigt.
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Von nun an führt die Stadtgeschichte
Sulzbach-Rosenbergs weiter |
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Quellennachweis:
Braunsche`Chronik,
Eisenerz und Morgenglanz, ISBN 3-924350-66-3 B1
Heimatgeschichtlicher Führer durch Rosenberg, Karl
Zwack
(1)Armin Stroh, die Vor- und Frühgeschichtlichen
Geländedenkmäler der Oberpfalz, Textband, S. 125; Dr. Armin Stroh,
Bericht der vorgeschichtlichen Abteilung des Museums Regensburg vom
1.1.1957-31.1.1958, in: VHVO 98, 1957
(2) Karl Zwack,
Heimatgeschichtlicher Führer durch Rosenberg 1953; Fritz Metz,
Sulzbach-Rosenberger Heimat- und Wanderbuch, 1969, S. 83.
(3) Stoiber, die Hofmark Rosenberg und Großalbershof,,
in : Eisenerz und Morgenglanz I, S. 153; Voit, Kloster Engelthal, S. 15
(4) Piendl, HAB Herzogtum Sulzbach, S. 54; Stoiber,
Eisenerz und Morgenglanz, S. 153, Karl Zwack,
Heimatgeschichtlicher Führer durch Rosenberg,
(5) Schnelbögl, Das "Böhmische Salbüchlein"
Kaiser Karl IV. über die nördl. Oberpfalz 1366/68, S.105/6, 123,
(6) Ress, VHVO 91, S. 129f
(7) Nikol, Der Hammer Rosenberg, in Die Oberpfalz 2/72
(8) Otto Graf von Seefried, Aus dem Stiebar-Archiv,
1953; Frhr; von Gumppenberg, Der bayerische Krieg vom Jahr 1504, in VHVO
24, 1879
(9) Stoiber, Eisenerz und Morgenglanz S. 155,
(10) Piendl, HAB Herzogtum Sulzbach S. 55;
Stoiber, Eisenerz und Morgenglanz S. 155,
(11) Staatsarchiv Amberg, Sulzbach Stadt- und
Landgericht Nr. 523, I/21/22
(12) Führungsheft zur Sonderschau "Pfälzische
Fayencen aus Sulzbach 1752-1770/74" im Städt. Reiss-Museum Mannheim
1982
(13)
http://www.gammelsdorf.de/schlacht.htm
Herzog Ludwig hatte keine Ausgaben gescheut und in Oberbayern und
im Nordgau Bundesgenossen geworben; hier kämpften von den
niederbayerischen Rittern nur die Herren von Wildenberg und von Thurn;
über die nordgauischen (oberpfälzer) Ritter weiß man gut Bescheid:
Seyfried von Schweppermann erhielt von Herzog Ludwig 300 Pfund Pfennig für
das „gerit" (Anreiten mit vorgestreckter Lanze) bei Gammelsdorf, 1322 in
der Schlacht von Ampfing war er wieder Heerführer Ludwigs (Jedermann ein
Ei, dem braven Schweppermann aber zwei): Dietrich von Flügelsburg bei
Riedenburg, Friedrich von Eschenbeck, Ritter Polwein Winzerer von Winzer
a.d.Donau bei Regensburg, Ulrich der Neuenburger, Markwart und Heinrich
der Zenger von der Trausnitz im Nordgau, Konrad der Zenger, Heinrich der
Geiganter bei Waldmünchen, Konrad von Hohenfels, Hermann von dem Turm,
Konrad von Schlüsselburg (Bistum Bamberg) - in der Schlacht von Ampfing
führte er wieder auf der Seite Ludwigs das Reichsbanner; Bertold von
Graisbach, Weigel von Trausnitz-Vitzthum der Oberpfalz, Rudger von
Wartberg bei Neunburg vorm Wald - er verlor in der Schlacht sein Pferd,
Heinrich der Dachsholerer, Rudiger der Puntzinger erobert das feindliche
Banner, Gottfried der Satzenhofer, Heinrich der Ayhaher, Rudger und Konrad
der Kemnather, Heinrich der Truchseß von Hirschau, Ludwig der Aerbe verlor
ebenfalls ein Pferd; Friedrich der Frank (bei Sulzbach), Heinrich der
Lengenfelder (bei Sulzbach), der alte und der junge Löhlein zu Sulzbach,
Friedrich von Breitenstein, Heinrich von Raidenpuch, Hans Ebran von
Wildenberg mit zweien seiner Brüder und seinem Sohn Ulrich (bei
Abensberg), der Sneberger von Taunstein und andere Taunsteiner, Heinrich
von Ehrenfels und sein Vetter Konrad der Seft; dazu kamen noch Eberhard
von Wirtenberg, Bernhard von Neiffen-Heinrich und Wilhelm, Marschalken von
Biberach aus der habsburgischen Grafschaft Burgau, die trotzdem zu Ludwig
hielten; insgesamt sollen es etwa 400 geharnischte Ritter gewesen sein und
dazu die dreifache Zahl riesiger Knechte, die das Schwert führten und
ebenso viele Fußknechte mit Piken, Armbrust oder Bogen, dazu etwa 600
Wagen;
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