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Verwickelte Zeit mit Bergbau-Blüte

Epoche der Wittelsbacher brachte Sulzbach Wohlstand und wirre Regierungsverhältnisse

von Johannes Hartmann

Sulzbach-Rosenberg. Die Herrschaft der Wittelsbacher zwischen 1373 und 1505 ist die Epoche, die man auch als "verwickelte Geschichte" von Sulzbach-Rosenberg bezeichnen kann. Nach Übernahme des Sulzbacher Landgerichts von Kaiser Karl IV. waren nämlich zwar wieder die Wittelsbacher die Landesherren, aber abwechselnd in den beiden bayerischen und pfälzischen Linien und mit gemeinsamer oder getrennter Regierung der Brüder. 

Obwohl die bayerischen Wittelsbacher ihre Stadt Nordgau wohlwollend förderten - sie bestätigten die 1387 zwischen Amberg und Sulzbach geschlossene große Hammereinung und verliehen den Bürgern die Wiese vor der Stadtmühle bis zum herzoglichen Weiher, um das Bachviertel besser schützen zu können, -veräußerten sie die Stadt 1385 an ihre pfälzischen Vettern. Zwischen 1395 und 1410 existierte der seltene Umstand, dass die Städte Sulzb ach und Amberg den gleichen Landesherrn hatten, regiert vom Pfälzer Statthalter in Amberg.

Als König Ruprecht 1410 starb, teilten seine vier Söhne das Land auf. Sulzbach wurde herrschaftsmäßig wieder von Amberg getrennt. Interessant ist, dass zwischen 1443 und 1448 mit Pfalzgraf Christoph gleichzeitig der König von Dänemark, Schweden und Norwegen Sulzbach regierte. Allerdings war Christoph nie in seinem bayerischen Land. 

1459 gelang es der Münchner Linie wieder, den Sulzbacher Besitz zurückzukaufen. Und den Münchnern blieben die Sulzbacher bis zum Landshuter Erbfolgekrieg 1504 eng verbunden. Nicht umsonst werden der Landrichter Albrecht Stiber und die Stadt sich gegen die pfälzische Belagerung so erfolgreich gewehrt haben. 

Im 15. Jahrhundert erlebte auch der Bergbau in Sulzbach seine Blütezeit. Schriftlich ist er zwar erst in der kleinen Hammereinung, geschlossen zwischen Sulzbach und Amberg 1341, greifbar. Aber da Sulzbach als gleichberechtigter Partner auftrat ist davon auszugehen, dass die Sulzbacher Bergbauaktivitäten ebenso weit wie die von Amberg entwickelt waren. Und 1285  dort erstmals der Bergbau urkundlich erwähnt. Als erstes Abbaugebiet im Sulzbacher Land wird 1348 der Aichelberg genannt.

In dieser Urkunde wurden die Abgaben an den Landesherrn genau festgelegt und die Stadt Sulzbach ermächtigt, alles, was mit dem Bergbau zusammenhing, selbst zu regeln sowie Streitigkeiten in erster Instanz zu entscheiden. Auch durften nur Sulzbacher Bürger nach Erz graben.

Rathaus
Die Blütezeit des Bergbaus bracht der Stadt Sulzbach im 15. Jahrhundert einen ernormen wirtschaftlichen Aufschwung. Deshalb konnte 1456 auch mit dem Neubau eines Rathauses begonnen werden. Alle Außenfassaden waren in den Farben der Stadt, in Weiß und Rot gestaltet.

In diesem Beitrag zur Stadtgeschichte fasst Stadtarchivar Johannes Hartmann zwei Artikel aus dem Stadtgeschichtebuch "Eisenerz und Morgenglanz" zusammen:
"Die Stadt Sulzbach unter der Herrschaft der Wittelsbacher bis hin zum Landshuter Erbfolgekrieg (1373-1505)"
von Karl-Otto Ambronn und "Sulzbach - Die Bergstadt" von Dirk Götschmann.

Kürfürst Ruprecht III.
Kurfürst und König Ruprecht III. war von 1398 bis zu seinem Tod im Jahr 1410 auch Stadtherr von Sulzbach. Sein Grabmahl in Heidelberg zeigt ihn zusammen mit seiner Gemahlin Elisabeth von Hohenzollern.

Gegen Ende des 14. Jahrhunderts wurden den Sulzbacher Bürgern Hans Hegner und Johannes Fronhofer der Prozess gemacht, weil sie anscheinend versucht hatten, als Strohmänner für Nürnberger und Amberger Unternehmen Bergwerksanteile am Neuberg auf der Dornzeil aufzukaufen. Es ist daraus ersichtlich, das die Einkünfte aus dem Bergbau so lukrativ waren, dass auswärtige Kapitalgeber hier einsteigen wollten.

 

Das Sulzbacher Bergrecht sah aber vor, dass alle Sulzbacher Bürger - nicht nur die reicheren - die Möglichkeit der Beteiligung am Bergbau erhalten sollten. Durch diese Einschränkung verloren viele auswärtige kapitalkräftige Unternehmer ihr Interesse, jedoch ließen sich einige einflussreiche Familien wie Sauerzapf, Kreß und Holzschuher dauerhaft hier nieder..

 

 

 

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Stand: 25. April 2016     

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