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Pestsagen
Zahlreiche Erinnerungen an die Pest haben in den Sagen
überlebt.
Oberpfälzer Sagen überliefern Vorstellungen aus dem Volke.
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Pestvogel kommt und kündigt an (er hat die
Größe eines Storches, schwarz mit weißem Kreuz auf dem Rücken) "Ui,
Ui, Ei, Ei, von hundert bleiben drei."
(Amberg-Schwandorf) |

 | Vögel rieten auch zur Verwendung bestimmter Heilmittel.
Als man in Neustadt/Wn. Gegen die Pest zu Ehren des hl. Felix eine Kirche
baute, flog eine Ente über diese Kapelle, die riet, Pimpinelle zu essen,
dann bleibe man verschont.
In Waldkirch rief ein Vogel immer wieder "Eßt Bibernell, dann
sterbt ihr nicht so schnell". In Eßlarn sangen die Vögel "Tout`s
Pumlwurz grobn, dann tout`s Leben davon trogn".
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 | In Windischeschenbach hütete ein Hirtenknabe seine Tiere,
als er einen Stecken in einem Feldstein stecken sah. Als er den Stock
herauszog, kam eine Fliege heraus und hinter ihr Rauch, sogleich brach die
Pest aus.
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 | Die Pest als nackte, schöne Frau, nur mit einem Schurzfell
bekleidet und einem viereckigen Gesicht, kommt aus Frankreich und sendet
Pestfliegen aus, die das Fleisch infizieren.
(Waldkirch) |

 | Die "Zammrechari", die mit dem Rechen zusammen
zieht, was der Schnitter Tod mit seiner Sense niedermähte.
(Bärnau) |

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