Stiber Home Laetissime Saltemus Comitas Sulczpach Märchen-Tanja die Erzählende
   Home Nach oben Stiber Kontakt Freunde Anreise Jugend 
Geschichtliches Sanierung Galerie
Bekanntmachung: 23.07. Laetissime Saltemus Kastenbauerhaus -- 19.-21.08.16.Cave Gladium Furth i.Wald -  17.-18.9.16 Stollenfest Bergbaustollen Max

Geschichtliches

1366/68 - im "Böhmischen Salbüchlein" Kaiser Karl`s des IV. ist der Hammer zu Rosenberg erstmalig erfasst. Als Besitzer werden eine Agnes, des Trautmanns Witib, und Albrecht, Hutkappfer (ir Swoger) genannt. 2)

1387 - bei Abschluss der "Großen Hammereinung" , siegelte ein Peter Behaimb zu Rosenberg. 2)

Die Wasserkraft des Rosenbachs war ein entscheidender Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung des Eisenhammers. Weitere Voraussetzungen waren der Erzreichtum des gesamten Landkreises. Um die Wasserkraft vollständig zu nutzen, wurde der Rosenbach umgeleitet, so das das gesamte Anwesen vom Wasser umschlossen war. Somit konnte das Wasser reguliert werden, um die Eisenhämmer zu nutzen.

Das Hammerwesen hatte in alter Zeit für die Oberpfalz eine große Bedeutung. Bedeutende Familien unserer Geschichte  lassen sich an Hand der einzelnen Übergabeurkunden belegen. Als die großen Hammerwerkfamilien waren  noch die Alhart, Sauerzapf, Löneysen, Stibar, Erlbeck und Doles bis 1738 mit dem Hammer verknüpft. 2)

Auch in der Braun`schen Chronik von 1648 wird auf den Rosenberger Hammer verwiesen. So berichtet der Chronist, dass während der Landshuter Erbfolgekriege die feindlichen Amberger vom Hammer "die Blasbälg, Amboß und Hämmer, auch alles Gezeug, das sie funden" mitnahmen und nach Amberg verschleppten. Doch scheint das Hammergut nach dem Krieg wieder floriert zu haben, denn Balthasar Doles gelang es 1511, die Öde Ernsberg und 1512 die Öde Rothsricht zu erwerben. Außerdem kaufte er die Mühle zu Rosenberg am Steg in den Jahre 1525/34. Diese Güter bildeten ab diesem Zeitpunkt den lehenbaren Besitz der zum Hammergut gehörte.2)

Große Hammereinung

Grundlage des Reichtums waren die Erzgruben, insbesondere in Amberg und Sulzbach, sowie schon im 14. Jahrhundert ein ausgedehntes und technisch innovatives Netz von Eisenhämmern, die das Erz zu Halbzeug (Stahl) in Form von Eisenschienen verarbeiteten. Das Eisen konnte dank der den Donauhandel beherrschenden Reichsstadt Regensburg, sowie dank des sich rasch entwickelnden metall- verarbeitenden Gewerbes Nürnbergs leicht und mit guten Gewinnen abgesetzt werden. 

Die an der Eisenerzeugung beteiligten Gruppen schlossen sich im 14. Jahrhundert zu sogenannten Hammereinungen zusammen, die Produktionsformen und Absatzmengen regelten. Besonders die berühmte "Große Hammereinung" von 1387 nahm grundlegenden Einfluss auf die weitere Entwicklung des Eisenerzbergbaus und der Eisenerzeugung in der Oberpfalz.

Dabei sahen die letzten Jahre vor dem Dreißigjährigen Krieg bereits einen schleichenden Niedergang, den insbesondere GÖTSCHMANN skizzierte: Mangelnde Innovationen eben wegen der starren Regeln der Hammereinung, selbstsüchtige Wirtschaftsgesinnung des Amberger Rats und mangelnde Strukturpolitik der kurpfälzischen Regierung führten zu einem deutlichen Rückgang der Produktion 

Literatur: Die Oberpfalz – Ein Europäisches Eisenzentrum. 600 Jahre Grosse Hammereinung. Aufsatzband (= Schriftenreiche des Bergbau- und Industriemuseums Ostbayern in Theuern, Bd.12/1), Theuern 1987. Darin besonders die Beiträge von Sprandel und Götschmann

Info unter 
Oberpfalz Europäisches Eisenzentrum

1603  - Der Vogel`sche Plan zeigt deutlich den alten Verbindungsweg Sulzbach - Rosenberger Schloss - Eisenhammer - Amberg  mit den beiden Brücken am Eisen-Hammer an. 

Pl.3084 Staatsarchiv Amberg von Christoph Vogel und M. Stang “Tabella Chorographica deß Fürstlichen Pfaltzgrävischen Landtgerichts Sultzbach” 1)

Vogel`scher Plan 1603
Durch den Tod des letzten erwachsenen Doles 1631 und die Wirren des 30jährigen Krieges, wurde der Hammer von Kanzlern aus Pfalz-Neuburg verwaltet und nach jahrelangem Streit um das lehenbare Hammergut von Pfalzgraf Christian August zu Sulzbach erworben. 2)

1656 - Der Pfalzgraf ließ seinen neuen Besitz wieder instandsetzen  und so wurde das "baufällig Haus und der zugrund gerichte Hammer" repariert und fortan als herrschaftliches Gebäude geführt und Hammerphillipsburg genannt. Namengeber war wahrscheinlich der Bruder Philipp des Pfalzgrafen, der das Hammerschloss auch bewohnt haben soll.

1737 -1755 (1733 -1754? 4) ) Besitz des sulzbachischen Kanzlers Johann Georg von Korb. Die Gebäude des Hammers müssen zu dieser Zeit ziemlich baufällig gewesen sein und konnten kaum noch bewohnt werden. Der Wasserbau, die  Hammerhütte, das Schmelzerhäusl, der Kohlenstadel  und die ehemaligen Stallungen waren eingegangen, nur der Teil mit dem neuerrichteter Zainhammer und ein Brennofen konnte genutzt werden. 2)

Pfalzgraf Christian August zu Sulzbach
Im 18. Jh. wurde das Hammergut unter anderem als Porzellanmanufaktur genutzt. Von der Sulzbacher Fayencenmanufaktur, gegründet unter Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz (5.07.1752-1.07.1770), steht z.B. eine Wappenkanne  im Bayerischen Nationalmuseum - München und mehrere Objekte im Reiß-Museum in Mannheim. 3)

Am 1.07.1790 wurde die Administration der fürstlichen Privatgüter durch die Verwaltungsveränderungen umgestellt und dem Landrichteramt, Hofkastenamt, Oberforstamt und Obersteueramt Sulzbach unterstellt.

1789 wurde das Gut um 1300 Gulden dem Papiermacher Anton Kaspar verliehen. Er erbaute, an stelle des verfallenen Eisenhammers 1790 eine Papiermühle am Rosenbach und nutze die Böden des Schlößchens zum Trocknen des Papiers. Betrieben mit unterschiedlichen Besitzern bis 1874.

Marken der Sulzbacher Fayencen

In den 50er Jahren des 20. Jh. wurde die alte Brücke im Zuge von Straßenbauarbeiten zugeschüttet. Da am 25. Januar 1967 die Ostseite des baufälligen Herrenhauses einstürzte, wurde im Jahre 1968 die Philippsburg abgerissen. So ist die Brücke das letzte bauliche Zeugnis vom mittelalterlichen Hammer in Rosenberg.
Register:
1) 100 Jahre Eisenwerksgesellschaft Maximilianshütte - 1853 - 1953

2) Eisenerz und Morgenglanz - 
Die Geschichte der Stadt Sulzbach-Rosenberg

3) Führer für Sammler von Porzellan und Fayencen - 
Klinkhardt & Biermann

4) Der Papier-Fabrikant Heft 37

Ein kleiner Scherz am Rande

Dienstag, 1. April 2003

Münzähnliche Fundstücke geben Rätsel auf

Bei den Grabungen am Rosenberger "Hammer"-Brückerl entdeckt - Germanisches Nationalmuseum eingeschaltet

Sulzbach-Rosenberg. (srz) Die historische Gruppe Stiber-Fähnlein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die historisch bedeutende Brücke bei der Hammerphilippsburg wieder freizulegen und zu restaurieren. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Sulzbach-Rosenberg und dem Landesamt für Denkmalpflege soll dieses Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert schon bald wieder ein Blickfang am Ortseingang von Rosenberg werden. 

Als bei den Erdabraumarbeiten unter der Brücke, die sehr sorgfältig von Hand ausgeführt wurden, neben vielen Tonscherben eine kleine Kiste entdeckte wurde, mit 27 münzähnliche Exponaten, verständigte man sofort das Landesamt für Denkmalpflege. 

Nach erster in Augenscheinnahme könnte man die Fundstücke, die sich in einem sehr guten Zustand befinden, auf Anfang 16. Jahrhundert datierten. Die Fundstücke bestehen aus Messing oder Bronze und wurden höchstwahrscheinlich auf dem sogenannten "Hammer" zu Rosenberg geschlagen. 

Rätsel gibt noch die Form auf, da sich an den "Münzen" eine "Öse" befindet. Ebenfalls noch keine klare Erkenntnis hat man über die Bildnisse, die sich auf den beiden Seiten der münzenähnlichen Objekte befinden. 

Die Vorderseite zeigt einen Männerkopf, die Rückseite eine Eule oder einen Uhu mit den Initialen "AOE" . Die Exponate wurden zur genauen Bestimmung über Herkunft und Alter dem Germanischen Nationalmuseum in München übergeben. 

Exemplar zu besichtigen.
Ein Exemplar wurde der Historischen Gruppe für Nachforschungen überlassen, und kann ab heute im Schaufenster der Bäckerei Fischer in Rosenberg begutachtet werden. Die Bevölkerung ist aufgerufen das Rätsel mit zu entschlüsseln, vielleicht erinnert sich jemand an die Abkürzung der Buchstaben. Ist es ein alter Hausname oder ein weiteres Hammerzeichen neben der Rose, das Balthasar Doles nach der Übernahme des Hammers 1637 eingeführt hat?

Sollte jemand neue Erkenntnisse haben, bitten wir diese, versehen mit Name und Adresse und einer kurzen Schilderung bei der Bäckerei Fischer abzugeben. Wir hoffen, dass die Befunduntersuchungen bis zur 750 Jahrfeier in Rosenberg abgeschlossen sind, um die gesamten Fundstücke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

 

Mittwoch, 2. April 2003

Keine Drachmen in Rosenberg

SRZ-Meldung vom rätselhaften Münzfund mit Verfallsdatum 1. April.

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Wie kommen altgriechische Münzen nach Rosenberg? ein Rätsel, das gestern nicht nur den Durchschnitts-Leser der SRZ bewegte, sondern auch echte Experten der Heimatgeschichte und der griechischen Münzkunde auf den Plan rief. Wesentlich zur Aufklärung konnte indes die SRZ-Redaktion beitragen, die darauf hinwies, doch einen Blick in den Kalender zu werfen. 1. April, ja verflixt nochamal!

Die Idee zu unserem SRZ-Aprilscherz hatte Stiber-Vorsitzender Klaus Faltenbacher, und er lieferte auch gleich den Flaschenöffner dazu, den wir dank seiner Gestaltung mit einem echten alt-griechischen Münz-Motiv zur rätselhaften Münze umfunktionierten, die bei den Grabungen am Hammer-Brückerl gefunden worden sei.

Es lasse sich nicht mit Sicherheit sagen, erklärte gestern Heimatgeschichtler Armin Binder dem Rosenberger Bäckermeister Alfred Fischer, "wie diese antiken Münzen nach Rosenberg kamen", eine nähere Untersuchung werde ergeben, ob die Münzen echt oder nachgeprägt seien. Die Lochung deute darauf hin, dass diese Münzen eventuell als Schmuckanhänger dienten.

Der Numismatik-Experte Dr. Angelos Gountidoudis erläuterte bei einem Besuch in der Redaktion, es handle sich um die griechische Tetradrachme aus dem 5. bis 3. Jahrhundert vor Christus. Die abgebildete Eule sei das Symbol der Weisheit und das heilige Tier Athens, die Kombination der drei griechischen Buchstaben daneben bedeute "Athene, Göttin der Weisheit von Griechenland".

Die echten Tetradrachmen sind wertvolle Münzen in Bronze (je nach Erhaltungszustand zwischen 100 und 2000 Euro Wert.) Silber (Wert zwischen 400 und 10 000 Euro) oder Gold. Von den goldenen gibt es weltweit nur noch sieben Stück, fünf davon in USA. Ein Exemplar ist drei Millionen Euro wert. so kostbar ist unser Aprilscherz-Flaschenöffner nicht. Nix für ungut!

Münze

 
Fragen oder Kommentare
zu dieser Website an: 
Webmaster
powered-by.gif (1894 Byte)
Copyright © 2001-05
HG Stiber Faehnlein
Stand: 25. April 2016     

ST3
ST2

  Stiber-Fähnlein auf Facebook            

      

 

 
Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.