Die Künste
Technik vor 200 Jahren. Die Aufgabe war, Wasser, das
sich in einer Grube angesammelt hatte ( ist rechts unten zu denken), heraufzupumpen und
hinauszubefördern. Diese Aufgabe wurde unter anderem durch die hier gezeigte
"Kettenkunst" gelöst. Über ein mit eisernen Zapfen bewehrtes Rad lief eine
Kette, die unter dem Rad durch einen u-förmigen Schacht in die Tiefe und zum Rad
zurückgeführt wurde. Das Ineinandergreifen von Rad und Kette funktionierte wie bei einer
Fahrradkette. Die Kette war mit kleinen Kolben besetzt. Im linken Teil des u-förmigen
Schachts lief die Kette in einer Röhre. Der Kettenschacht öffnete sich unten in den
Abflußstollen.
Von links wurde zu ebener Erde Wasser zugeführt, das in
die Röhre stürzte und die an der Kette befindlichen Kolben drückte. Der Druck schob die
Kette abwärts, das Rad drehte sich entgegen dem Uhrzeigersinn. Dabei bewegte das Rad die
waagrechten Stangen. Die winkelförmigen, an einem Drehpunkt gelagerten Konstruktionen am
rechten Rand setzten das Hin und Her um in die Auf- und Abbewegung der Stangen, die in die
Tiefe führten und die hölzernen Pumpen antrieben. Die Pumpen hoben sich gegenseitig das
Wasser zu und gossen es auf der Sohle des Stollens aus. Zusammen mit dem Antriebswasser
floß es nach links ab. Die Abbildung satmmt aus einer Beschreibung von Bergmaschinen, die
Franz Ludwig Cancrin um 1780 verfaßte.